Jüdischer Weltkongress fordert von Deutschland deutliche Reaktion auf perfide Aussagen des iranischen Präsidenten in ZDF-Gespräch
ID: 599692
Charlotte Knobloch zu Ahmadinedschads erneuteröffentlicher Holocaustleugnung
Charlotte Knobloch, Vizepräsidentin, Jüdischer Weltkongress(firmenpresse) - BRÜSSEL /MÜNCHEN - Der Jüdische Weltkongress (WJC), der weltweite Dachverband jüdischer Gemeinden und Verbände, hat sich entsetzt über die ungenierte Holocaustleugnung und Israelhetze des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im deutschen Fernsehen gezeigt. WJC-Vizepräsidentin Charlotte Knobloch forderte die Bundesregierung auf, sowohl öffentlich als auch diplomatisch gegenüber dem Iran klar Stellung zu beziehen und die Aussagen des iranischen Präsidenten auf das Schärfste zu verurteilen.
Im Interview mit Claus Kleber hatte Ahmadinedschad den Holocaust erneut als "Lüge" bezeichnet. Israel nannte er ein "künstliches Land", entstanden durch "eine Geschichte mit dem Titel Holocaust" und die Kosten dafür müssten die Palästinenser tragen. Knobloch sagte dazu: "Seit vielen Jahren leugnet Ahmadinedschad regelmäßig und auf offener Bühne den millionenfachen Mord an den europäischen Juden, und kaum einer sagt mehr etwas dagegen. Seine Verschwörungstheorien über Zionisten sind wahnhaft und antisemitisch."
Knobloch weiter: "Es ist an der Zeit, Ahmadinedschad und Konsorten klarzumachen, dass die freiheitlich-demokratische Bundesrepublik Deutschland mit ihnen zu tun haben will. Ein Regime mit derart menschenverachtender Politik muss endlich international Ächtung erfahren. Vielleicht wäre es ratsam, den Botschafter in Teheran nach Berlin zurückzubeordern und die diplomatischen Beziehungen auf ein absolutes Minimum abzusenken."
Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern zeigte grundsätzlich Verständnis für das ZDF, Ahmadinedschad die Chance einzuräumen, seinen Standpunkt zu äußern. "Aber leider hat er keine der 40 Minuten genutzt, um unsere Sorgen auszuräumen", so Knobloch angesichts der Beteuerungen des iranischen Präsidenten, sein Land baue nicht an der Atombombe. "Die Fakten über das iranische Atomprogramm sprechen eine ganz andere aber eindeutige Sprache. Es ist nicht nur müßig, sondern brandgefährlich, jenem Ahmadinedschad auch nur ein Wort zu glauben, der seit Jahren Deutschland und die Staatengemeinschaft schamlos belügt und verhöhnt."
Knobloch forderte die deutsche Wirtschaft zum freiwilligen Verzicht auf jeglichen Handel mit dem Iran auf. "Es ist leider offenkundig, dass die internationalen diplomatischen und wirtschaftlichen Sanktionen Ahmadinedschad unbeeindruckt lassen und nicht geeignet sind, einen politischen Richtungswechsel und ein Einlenken Teherans in der Atomfrage zu erreichen", sagte sie.
Das ZDF-Interview in voller Länge: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1598064/Ahmadinedschad-Atomwaffen-unmoralisch?bc=sen;sst:1209114;sst1:1209114#/beitrag/video/1598064/Ahmadinedschad-Atomwaffen-unmoralisch
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Der Jüdische Weltkongress (WJC) ist der weltweite Zusammenschluss jüdischer Gemeinschaften und Organisationen. Er vertritt die politischen und diplomatischen Belange des jüdischen Volkes auf internationaler Ebene und gegenüber anderen Religionsgemeinschaften.
ASCCC
Andreas Scheuermann
Untere Matthias-Claudius-Straße 8
65185 Wiesbaden
wjc(at)asccc.com
+49 611 1747517
http://www.asccc.de
Datum: 20.03.2012 - 16:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 599692
Anzahl Zeichen: 2863
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Michael Thaidigsmann
Stadt:
Bruxelles
Telefon: +32 2 552 09 24
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 475 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Jüdischer Weltkongress fordert von Deutschland deutliche Reaktion auf perfide Aussagen des iranischen Präsidenten in ZDF-Gespräch"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
World Jewish Congress (WJC) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, hat beim World Jewish Congress in Genf eindringlich vor wachsendem Antisemitismus gewarnt. In seiner Rede vor dem Governing Board, dem Leitungsgremium des World Jewish Congress, sowie vor führenden Vertretern jüdischer Gemeinden, Diplom
Antisemitismus im Fußball / Gedenkstätte Bergen-Belsen und Jüdischer Weltkongress legen Leitfaden vor / Niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza nimmt Broschüre entgegen (FOTO) ...
Antisemitische Beschimpfungen, Bedrohungen und gewalttätige Übergriffe gegen jüdische und nicht-jüdische Vereine, Spielerinnen und Spieler und deren Fans sind sowohl im Profifußball als auch im Breitensport kein neues Phänomen. Wirksame und vorbeugende Maßnahmen zur Bekämpfung von Antisemiti
Ein Jahr nach Halle: Jüdischer Weltkongress erinnert an Morde und fordert Handeln ein (VIDEO) ...
Mit einer Gedenkveranstaltung in der Synagoge in Halle hat der Jüdische Weltkongress an die Ereignisse in Halle vor einem Jahr erinnert. Bei dem Anschlag auf die dortige Synagoge waren zwei Passanten vom rechtsextremen Attentäter ermordet worden. Der Mann hatte versucht, während des höchsten jü
Weitere Mitteilungen von World Jewish Congress (WJC)
Europa stoppt den Glücksspieländerungsstaatsvertrag ...
EU-Kommission verweigert "abschließend positive Stellungnahme" und fordert erneut Nachbesserungen - Ratifizierung in den Parlamenten vor dem Aus Die EU-Kommission erneuert ihre europarechtlichen Bedenken gegen den auf der Ministerpräsidentenkonferenz im Dezember von 15 Länder
JAXX SE: Stellungnahme der EU-Kommission besiegelt Aus für Glücksspielgesetzentwurf der 15 Bundesländer ...
- Keine abschließend positive Stellungnahme der EU-Kommission im Rahmen des Notifizierungsverfahrens - Massive europarechtliche Bedenken am Glücksspielstaatsvertragsentwurf der 15 Bundesländer werden nicht entkräftet - JAXX-Chef Mathias Dahms erwartet Annäherung an
Bayerischer Tierschutzpreis 2012 - jetzt bewerben! ...
yerische Tierschutzpreis würdigt Personen und Institutionen, die sich mit besonderem Engagement für den Tierschutz und die Tiere einsetzen. Ausgezeichnet werden in diesem Jahr Projekte, bei denen sich Jugendliche oder Senioren besonders für den Schutz von Tieren einsetzen. Bis zum 1. Juli 2012
Parlamente dürfen nicht Schutzraum für Neonazis und Rassisten sein ...
Die Bundesgeschäftsführerin der LINKEN, Caren Lay, sieht nach den aus den Reihen der Koalition geäußerten Vorbehalten gegen ein Verbot der NPD eine "Blockadehaltung" und fordert erneut einen demokratischen Allparteienkonsens für ein Verbot der NPD. Caren Lay erklärt: Es ist einfac




