Anton Schlecker fällt weich
Anton Schlecker fällt weich
- Familie des Drogeriemarktgründers bleibt vermögend
- Anton Schlecker besichtigt weiter Filialen
Auch nach der Schlecker-Pleite muss Firmengründer Anton Schlecker sich nicht vor Armut fürchten. Wie das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe (Erscheinungstermin: 23. März) berichtet, bleibt der Familie weiterhin ein ausreichendes Vermögen, um dem Patriarchen einen gehobenen Lebensstil zu ermöglichen.
Zwar hat der allein haftende Drogeriemarktgründer durch die Insolvenz die Verfügungsgewalt über sein Vermögen verloren. Laut Gesetz steht ihm lediglich ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto mit einem monatlichen Freibetrag von 1028,98 Euro zu. Allerdings verfügen seine Angehörigen über eigene Vermögenswerte, die zu großen Teilen nicht zur Insolvenzmasse zählen.
Ehefrau Christa besitzt unter anderem das Privatanwesen in Ehingen. Die Kinder Lars und Meike Schlecker wiederum sind Eigentümer der Ehinger Logistikfirma LDG, die in guten Jahren einen Umsatz von rund 35 Millionen Euro erzielte. Kenner der Familie schätzen, dass den Schleckers monatlich etwa 70 000 Euro zum Leben bleiben.
Nach früheren Angaben des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz reicht das Restvermögen der Familie allerdings bei Weitem nicht aus, um die Sanierung der Drogeriemarktkette damit maßgeblich voranzutreiben. Auch für die Gründung der Transfergesellschaften, die entlassenen Mitarbeitern einen Neuanfang ermöglichen sollen, sind demnach keine verwendbaren Privatmittel vorhanden.
Gründer Anton Schlecker hält unterdessen an alten Gewohnheiten fest. Mit seinem schwarzen Porsche fährt er weiterhin regelmäßig in die Ehinger Firmenzentrale, obwohl er keine Entscheidungen mehr treffen darf. Donnerstags und freitags führt der Unternehmer überdies mit seiner Frau Christa Besuche von Schlecker-Filialen durch, als hätte es die Insolvenz nie gegeben.
Autoren:
Simon Hage
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manager magazin
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Datum: 22.03.2012 - 12:45 Uhr
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