Neue OZ: Kommentar zu "Guggenheim Lab"
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Berlin hat sich blamiert. Auch wenn Wowereit nun zu retten
versucht, was noch zu retten ist: Die Absage des "Guggenheim Lab" hat
die Schwachstelle der deutschen Hauptstadt rückhaltlos aufgedeckt.
Berlin gefällt sich in der Rolle der Hauptstadt der Kreativität. In
Wirklichkeit steht die Stadt nun als Kapitale der Provinzialität da.
Denn wer kann nachvollziehen, dass eine Sponti-Gruppe die Absage
einer Kulturplattform erzwingen kann, die gerade zum globalen
Erfolgsmodell avanciert? Berlins Senat hat offenbar zunächst keine
ausreichend klaren Signale der Unterstützung ausgesendet. So viel
Wurstigkeit kann sich auch das angeblich hippe Berlin nicht leisten.
Der Szenekiez hat sich als Heimstatt der Intoleranz und
Gesprächsunfähigkeit erwiesen. Zumindest das ist keine allzu große
Überraschung.
Nachdem das Guggenheim schon beschlossen hat, sein
Ausstellungshaus in Berlin zu schließen, ist der aktuelle Affront
gegen das "Lab" für Berlin eine Imagekatastrophe ersten Ranges.
Machen kluge Köpfe um diese Stadt künftig lieber einen Bogen? Was für
eine Horrorvorstellung.
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Datum: 22.03.2012 - 22:00 Uhr
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