"Das passiert mir nicht, das passiert nur anderen!"

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… mit dieser Einstellung gehen viele von uns durch's Leben. Wie schnell es aber gehen kann, zeigt sich anhand dieser interessanten Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS): Laut momentan aktuellster PKS für das Jahr 2010 gab es eine positive Rückentwicklung der Kriminalität besonders in Gewalt- und Diebstahlfällen zu verzeichnen. Vergewaltigung und sexuelle Nötigung jedoch nahmen deutlich zu.




(firmenpresse) -

Zunächst die gute Nachricht: Im Jahr 2010 unterschritt die Anzahl der in Deutschland registrierten Straftaten erstmalig seit der Wiedervereinigung die 6-Millionen-Grenze: 5.933.278 Fälle, von denen etwa 56% aufgeklärt werden konnten.
Erfasst wurden hauptsächlich Diebstahldelikte (-1,8% ggb. Vorjahr), Betrugsfälle (+1,3% ggb. Vorjahr), Computerkriminalität (+12,6% ggb. Vorjahr), Straßenkriminalität (-5,8% ggb. Vorjahr), Gewaltkriminalität (-3,5% ggb. Vorjahr), Widerstandshandlungen (-11,3% ggb. Vorjahr), Straftaten gegen die persönliche Freiheit (- 2,7% ggb. Vorjahr), Kindesmissbrauch (+ 4,8% ggb. Vorjahr), Verbreitung pornografischer Schriften (-24,3% ggb. Vorjahr), Rauschgiftdelikte (-2,1% ggb. Vorjahr), Wirtschaftskriminalität (+1,5% ggb. Vorjahr), Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte (+4,4% ggb. Vorjahr) sowie Straftaten gegen das Urheberrecht (-29,9% ggb. Vorjahr).

Nichtsdestotrotz sind die absoluten Zahlen nach wie vor erschreckend: So gab es im Jahr 2010 z.B. insgesamt 46.869 Fälle von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, 15.781 davon erfolgten unter Gewaltanwendung oder Ausnutzen eines Abhängigkeitsverhältnisses. 608.096 Fälle von Körperverletzung wurden polizeilich registriert; 571.445 davon vollendet. In 2.601 Fällen wurde die Polizei wegen Mord und Totschlag alarmiert; 690 Opfern konnte nicht mehr geholfen werden.
Auffällig dabei die deutlichen altersspezifischen Unterschiede bei den Tatopfern: Besonders Erwachsene zwischen 21 und 60 Jahren wurden Opfer von Straftaten gegen die persönliche Freiheit, Tötungsdelikten, Körperverletzungen und Raub. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren waren vor allem von Sexualdelikten, aber ebenfalls auch von Körperverletzungen und Raub überdurchschnittlich betroffen.

Zu beachten ist natürlich, dass es sich bei den erfassten Fällen lediglich um das sogenannte Hellfeld handelt, d.h. nur die Fälle, die bei der Polizei bekannt und registriert worden sind, konnten in die Polizeiliche Kriminalstatistik aufgenommen werden. Das Dunkelfeld kann nur erahnt werden. Ein Beispiel: Die erfassten Fälle von Vergewaltigung und Nötigung belaufen sich für das Jahr 2010 auf 7.724 Fälle (+5,6% ggb. Vorjahr). Bei sexuellen Übergriffen und Vergewaltigung wird das Dunkelfeld allerdings auf das Zwanzigfache (!) der bei der Polizei zur Anzeige gebrachten Anzahl geschätzt.



Sollte Ihr Interesse an der vollständigen Statistik geweckt worden sein, können Sie diese kostenlos in Buchform über den Publikationsverband der Bundesregierung beziehen. Wir erwarten gespannt die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2011, welche voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2012 veröffentlicht wird, und hoffen auf eine weiterhin positive, rückläufige Gesamtentwicklung.

(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2010, Herausgeber: Bundesministerium des Innern, Berlin)Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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Bereitgestellt von Benutzer: GECKO
Datum: 28.03.2012 - 09:17 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Meldungsart: Interview
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 28.03.2012

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