WAZ: Wettbewerb muss sein. Kommentar von Tobias Blasius
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große Brüsseler Geldverteilungs-Bürokratie ab 2014 nach
Nordrhein-Westfalen pumpen wird. Doch schon jetzt zeichnet sich eine
neue Runde des allzu vertrauten Streits um die
EU-Strukturfördermittel zwischen den Landesteilen Ruhrgebiet,
Rheinland und Westfalen ab. Die schwarz-gelbe Regierung Rüttgers
wollte 2007 die regionalen Eifersüchteleien eindämmen, indem sie
einen offenen Wettbewerb um die förderfähigsten Projekte einführte.
Das war aufwändig und teuer, schuf aber ein neues
Gerechtigkeitsgefühl zwischen Rhein und Weser. Vor allem Forscher und
Kreative in den Universitätsstädten profitierten von diesem
Systemwechsel, in Münster, Aachen, aber eben auch in Bochum,
Duisburg, Essen oder Dortmund. Rot-Grün sollte sich hüten, hier eine
Kehrtwende hin zu alten Subventionskreisläufen zu vollziehen. Wer
strukturschwachen Regionen wirklich helfen will, lotst sie künftig
besser durch die Antragsbürokratie. Außerdem muss die Frage
beantwortet werden, wie Pleitestädte bei EU-Programmen den
notwendigen Eigenanteil beibringen sollen. Hier wartet die
eigentliche Aufgabe.
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Datum: 02.04.2012 - 19:25 Uhr
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