Westfalen-Blatt: Dioxineier-Skandal: NRW-Landesamt für Verbraucherschutz erstattet Strafanzeige.

Westfalen-Blatt: Dioxineier-Skandal: NRW-Landesamt für Verbraucherschutz erstattet Strafanzeige.

ID: 615356
(ots) - Im Dioxineier-Skandal hat das NRW-Landesamt für
Natur, Umwelt und Verbraucherschutz bei der Staatsanwaltschaft
Bielefeld Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das
Lebensmittelrecht erstattet. Das berichtet das Bielefelder
Westfalen-Blatt (Online-Ausgabe). Zudem will der Kreis
Minden-Lübbecke bei der Staatsanwaltschaft beantragen, die betroffene
Geflügelfarm in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) zu durchsuchen. Es
würden alle Zwangsmaßnahmen ausgeschöpft, um an sämtliche Unterlagen
des Hofes zu kommen, sagte der stellvertretende Sprecher des
NRW-Verbraucherschutzministerium, Wilhelm Deitermann, der Zeitung. Es
habe sich der Verdacht erhärtet, dass der Inhaber des Hofes die
Belastung seiner Bioeier mit dem dioxinähnlichen PCB zu spät gemeldet
habe. Zudem soll er Vertriebswege seiner Bioeier verschwiegen haben.
In diesen beiden Fällen, Verstoß gegen die Meldepflicht und
unbekannte Vertriebswege, drohe dem Betriebsinhaber auch ein
Ordnungswidrigkeitenverfahren und die Verhängung eines Bußgeldes,
sagte Deitermann. Das Bußgeld könne bis zu 20 000 Euro betragen. Eine
Firma in Euskirchen, die die Bioeier von dem Hof aus Stemwede
vertrieb, hatte nach ersten verdächtigen Probenergebnissen 108 000
Eier zurückgeschickt, 7000 waren dennoch in Umlauf geraten. Die Eier
mit dem Stempelaufdruck 0-DE-0521041 seien unter anderen auch in
Hessen, Berlin, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg aufgetaucht.
Bis zum 10. März waren 20 000 Bioeier aus Stemwede auch an einen
Händler in Baden-Württemberg geliefert worden. Dieser Vertriebskanal
war zunächst verschwiegen worden, schreibt die Zeitung. Nach Angaben
von Peter Schütz, Sprecher des Landesamtes, sei das Haltbarkeitsdatum
der Eier zwar abgelaufen. Aus den Dixoineiern könnten aber auch
Eierprodukte hergestellt worden sein, wie Backpulver oder Nudeln.


Deshalb sei eine mögliche Gesundheitsgefährdung noch aktuell, sagte
Schütz dem Westfalen-Blatt. Eine Durchsuchung des Hofes sei
notwendig, da der Inhaber des Hofes nicht zu erreichen sei und sein
Verwalter den Mitarbeitern des Landesamtes am Mittwochabend zu den
Zutritt zum Betriebsgelände ohne Begründung verweigert habe, sagte
Deitermann. Der Inhaber des Hofes befindet sich nach Angaben eines
Mitarbeiters derzeit in Südamerika in Urlaub. Nach Angaben des
Mitarbeiters, der bereits seit 21 Jahren auf der Geflügelfarm
beschäftigt ist, würden seit fünf Jahren Bioeier produziert. Bis zum
aktuellen Fall habe es keine Beanstandungen gegeben. Die plötzliche
Dioxinbelastung sei völlig unerklärlich.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

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Datum: 12.04.2012 - 17:39 Uhr
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