Rheinische Post: Arbeitgeberpräsident warnt vor Schwächung der Betriebsrenten/
EU-Pläne könnten deutsche Wirtschaft mit 40 Milliarden Euro belasten
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Schwächung der betrieblichen Altersvorsorge durch Pläne der
EU-Kommission gewarnt. Demnach sollen die Eigenkapitalregeln für
Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge erheblich verschärft
werden. "Die Pläne würden die betriebliche Altersvorsorge in
Deutschland beträchtlich verteuern und damit die weitere Verbreitung
der Betriebsrenten gefährden", sagte Hundt der in Düsseldorf
erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). Halte die
EU-Kommission daran fest, müssten Unternehmen in Milliardenhöhe
zusätzliches Eigenkapital für ihre Versorgungseinrichtungen
zurückstellen. "Viele Unternehmen wären dann gezwungen, künftig
geringere Betriebsrenten zuzusagen oder sogar ihre Versorgungswerke
zu schließen", sagte Hundt. Schätzungen zufolge dürften die EU-Pläne
deutsche Pensionsfonds und -kassen sowie die sie tragenden
Unternehmen mit bis zu 40 Milliarden Euro belasten. Pensionsfonds und
-kassen sichern mehr als sechs Millionen deutsche Arbeitnehmer im
Alter ab. Die Kommission will die Regeln für Pensionsfonds
verschärfen, um Europa vor künftigen Pleiten großer Finanzinstitute
und einer neuen Finanzkrise zu schützen. Doch aus Sicht des
Arbeitgeberpräsidenten stellen die deutschen Einrichtungen kein
besonderes Risiko dar: "Die Risiken der betrieblichen Altersvorsorge
unterscheiden sich schon wegen der bestehenden Haftung des jeweiligen
Arbeitgebers grundlegend von denen der Lebensversicherungen", sagte
Hundt.
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Datum: 13.04.2012 - 00:00 Uhr
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