Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Fall Maddie
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quälenden Last werden. Es ist die Ungewissheit über das Schicksal
eines geliebten Menschen, die den Angehörigen schier den Verstand
raubt. So, wie in diesem Fall die Eltern Maddies, leiden allein in
Deutschland mehr als 1500 Eltern, deren Kinder als dauerhaft vermisst
gelten. Der Funke Hoffnung, sie eines Tages doch wieder in die Arme
schließen zu können, glimmt auch nach Jahren des Wartens noch.
Gleichwohl brennt er sich immer tiefer als Schmerz in die Seele ein.
Erst wenn das Schicksal der vermissten Person endgültig geklärt ist,
besteht die Chance auf einen Neuanfang. Aus diesem Grund ist es
durchaus zu verstehen, dass Maddies Eltern jetzt auf Scotland Yard
hoffen. Auf der anderen Seite aber steht die mehr als zwei Millionen
Euro teure Such- und Ermittlungsarbeit in diesem Fall in keinem
Verhältnis zu den ungezählten anderen ungeklärten Vermisstenfällen
und Verbrechen. So schlimm es sich anhört: Maddie ist nur ein Fall
von vielen. Und alle sollten mit dem gleichen Aufwand und Einsatz
bearbeitet werden.
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Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
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Datum: 25.04.2012 - 20:20 Uhr
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