Kinder brauchen für Aufwachsen mehr als materielle Ressourcen
ID: 627727
Heute erste Sitzung des Beirats zum ersten Armuts- und Reichtumsberichts für Baden-Württemberg
Heute trifft sich erstmals der Beirat, der am ersten Armuts- und Reichtumsbericht mitarbeiten soll. Der katholische Wohlfahrtsverband begrüßt den Rückschluss der Sozialministerin, dass es nicht allein ausreicht, das Einkommen als Bezugsgröße für Armut zugrunde zu legen. "Die Einkommensarmut berücksichtigt weder regionale Unterschiede in den Lebenshaltungskosten noch erfasst sie, inwiefern Bildung, soziale Netze oder das Wohnumfeld die jeweilige Armutslage mildern oder verschärfen", erklärt Herbert Jansen, Leiter des Kompetenzzentrums Sozialpolitik.
Um ein Kind in seiner Entwicklung zu begleiten, seien sowohl materielle wie auch immaterielle Ressourcen notwendig. Neben einem gesicherten Einkommen brauchten Kinder die Möglichkeit, sich körperlich gesund zu entwickeln und Freundschaften zu knüpfen. Sie brauchten soziale Netzwerke, Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und angemessene Wohnverhältnisse. Dies schaffe ein gutes Selbstwertgefühl und gute Ausgangsbedingungen für die Gestaltung des eigenen Lebens. Wie die Caritas-Kinderarmutssudie "Die Menschen hinter den Zahlen - Arme Kinder und ihre Familien in Baden-Württemberg" zeige, müssten diese Ressourcen zunächst vor allem die Familien ihren Kindern bereitstellen. "Wenn die Eltern aber isoliert leben und sich dann in der Öffentlichkeit schämen, ist davon auszugehen: Der Mangel an Verwirklichungschancen der Familie wirkt sich als Mangel an Entwicklungschancen beim Kind aus", so Jansen.
Der Caritasverband Rottenburg-Stuttgart sieht es als Aufgabe der Politik an, den Ausbau der Kitas und Ganztagsschulen voranzutreiben und flexible Arbeitsbedingungen für Familien von Unternehmen einzufordern. Frühe Hilfen und Familienzentren können die Familien darüber hinaus unterstützen. Gerne ist die Caritas Rottenburg-Stuttgart bereit, als Partner des Landes ihren Beitrag einzubringen. "Dort, wo es den Familien gelingt, ihr Leben aktiv selbst zu gestalten, kann die Spirale der Exklusion nicht einsetzen", so Jansen.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in der Diözese Rottenburg-Stuttgart über 1.700 Einrichtungen mit rund 82.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 31.500 Mitarbeiter/innen und 33.000 Ehrenamtliche tätig sind.
Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
Eva-Maria Bolay
Strombergstr. 11
70188 Stuttgart
bolay(at)caritas-dicvrs.de
0711/2633-1288
http://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de
Datum: 30.04.2012 - 10:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 627727
Anzahl Zeichen: 2917
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Eva-Maria Bolay
Stadt:
Stuttgart
Telefon: 0711/2633-1288
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 510 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kinder brauchen für Aufwachsen mehr als materielle Ressourcen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Stuttgart, 24. März - Die Dienste und Einrichtungen der Caritas-Wohnungslosenhilfe in Aalen, Schwäbisch Gmünd, Heidenheim, Ulm und Balingen setzen ihren Betrieb fort. "Wir können die Wohnungslosen nicht wegschicken", erklärt Wolfgang Lohner, Leiter der Wohnungslosenhilfe in Ostwürtte
Katholische Schwangerschaftsberatung: Finanzielle Probleme belasten werdende Eltern ...
Stuttgart, 15. Oktober 2019 - 7.125 werdende Mütter haben im vergangenen Jahr in Württemberg eine Schwangerschaftsberatung der Caritas oder beim Sozialdienst Katholischer Frauen aufgesucht. In den insgesamt 19.400 Beratungsgesprächen thematisierten mehr als 70 Prozent der Frauen ihre schlechte
Markus Mengemann übernimmt ab 1. Oktober Leitung der Caritas-Region Ost-Württemberg ...
Stuttgart, 20. September - Markus Mengemann (48) leitet ab 1. Oktober 2019 die Caritas-Region Ost-Württemberg. Er tritt die Nachfolge von Harald Faber an, der in den Ruhestand tritt. Die Caritas-Region Ost-Württemberg ist eine von neun Caritas-Regionen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und für
Weitere Mitteilungen von Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
D.A.S. Stichwort des Monats Mai: Konkurrenzschutz im Gewerbemietrecht ...
Der gewerbliche Mietvertrag unterliegt in vielen Punkten nicht so strengen Einschränkungen wie der herkömmliche Wohnungsmietvertrag. Viele Mieterschutzregeln gelten nicht. Ein für den gewerblichen Mieter besonders wichtiger Bereich ist der Konkurrenzschutz. Dabei wird vertraglich vereinbart, dass
Richter am Bundesgerichtshof Claus Dörr im Ruhestand ...
Richter am Bundesgerichtshof Claus Dörr wird mit Ablauf des 30. April 2012 nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand treten. Herr Dörr wurde am 22. März 1947 in Darmstadt geboren. Im Anschluss an seine juristische Ausbildung trat er im Jahr 1974 in den hessischen Justizdienst ein. Nach
Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof Dr. Meo-Micaela Hahne ...
Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof Dr. Hahne wird mit Ablauf des 30. April 2012 nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand treten. Frau Dr. Hahne wurde am 18. März 1947 in Heidelberg geboren. Nach dem Ende ihrer juristischen Ausbildung trat sie 1974 in den Justizdienst des Lande
Unüberlegte Strafanzeige kann teuer werden - Gegenanzeigen wegen falscher Verdächtigung oft erfolgreich ...
In der Inkassopraxis ist es zunehmend zu beobachten, dass Schuldner ihre Gläubiger auch bei ohne Zweifel seriösen Forderungen bei der Polizei (meist wegen Betrugs anzeigen) - und das Inkassounternehmen dessen Vertreter gleich mit. Sie hoffen dadurch in der Regel, ihrer Zahlungspflicht zu entgehen




