Leonardo da Vinci – seine Bilder sind nur ein kleiner Teil seines Schaffens
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Leonardo da Vinci lebte zwar während der Renaissance, im 15. und 16. Jahrhundert also, hob sich aber deutlich von den anderen Künstlern seiner Zeit ab. Denn während es für seine Zeitgenossen selbstverständlich war, die antiken Kunstformen nachzuahmen und letztlich neu zu beleben, ging es ihm selbst darum, den Menschen in der umgebenden Natur abzubilden. Auf den allermeisten seiner Darstellungen von Personen sind einige Pflanzen zu sehen – oft genug stellte er Frauen und Männer sogar draußen oder zumindest vor einem Blick in die Landschaft dar. Zugleich legte er ganz besonderen Wert auf die Ausgestaltung der Gesichter. Erst nach zahllosen Studien und Skizzen begann er mit dem Malen, um auch tatsächlich den Charakter der Persönlichkeiten einzufangen.
Dass Leonardo da Vinci trotz der Vorreiterstellung in der Renaissance mit seinen Bildern nicht aneckte, sondern vielmehr sehr erfolgreich damit war, liegt vor allem an seinem Wesen und dem damit begründeten Erfolg bei seinen Auftraggebern. Der Künstler fertigte fast ausschließlich Ölgemälde auf Bestellung an. Das war während der Renaissance zwar weitgehend üblich, aber Leonardo da Vinci malte für die einflussreichsten Fürstenhäuser seiner Zeit. Dazu zählen vor allem die Medici und die Sforza. Beide Geschlechter waren bekanntlich nicht gerade zimperlich im Umgang mit ihren Untergebenen wie auch mit den Rivalen. Und aufgrund ihrer Vormachtstellung konnten sie sich einen exklusiven Geschmack erlauben, da sie sich in keiner Weise vom Urteil anderer abhängig fühlten.
Hinzu kommt, dass Leonardo da Vinci mit seiner einfühlsamen Art die Menschen für sich einnehmen konnte. Dabei war er offen und zugänglich, dabei aber sehr sensibel. Misserfolge, die indessen sehr selten vorkamen, machten ihm sehr zu schaffen. Das vermutlich einzige seiner Bilder, das sein Auftraggeber nicht in der ersten Fassung akzeptierte, ist die Madonna in der Felsengrotte aus den Jahren 1483 bis 1486. Der Künstler hatte sich vielleicht sogar bewusst über die Vorgaben seines Kunden hinweggesetzt und die Heiligen ohne goldenen Schein und noch dazu in einer finsteren Höhle dargestellt. Die zweite Version fand Anklang, aber Leonardo da Vinci beendete es nicht mehr selbst, sondern überließ die abschließenden Arbeiten daran einem seiner Schüler.
Auch während seines Aufenthaltes beim Vatikan, wohin in der jüngere Bruder von Papst Leo X. – ein Medici übrigens – berief, konnte er nicht auf den bis dahin gewohnten Erfolg hoffen. Der Papst ließ ihn bespitzeln, weil ihm seine anatomischen Studien suspekt waren. Zudem hatte er sich gegen seine jüngeren Malerkollegen Raffael und Michelangelo durchzusetzen – eine Rivalität, die er keineswegs gewöhnt war. Das einzige Bild aus den wenigen Jahren beim Vatikan ist Johannes der Täufer. Dort ist der Heilige vor einem einfarbig dunklen Hintergrund dargestellt, lediglich Gesicht, Oberkörper und ein Arm leuchten hell hervor. Das Besondere an diesem späten Gemälde ist das lächelnde Gesicht des Johannes. Das mit Abstand bekannteste Bild von Leonardo da Vinci Mona Lisa. Dabei handelt es sich um ein sehr kleinformatiges Gemälde, das in den Jahren 1503 bis 1506 entstand. Das eigentümliche und geheimnisvolle Lächeln der Frau faszinierte schon die Zeitgenossen des Malers, und dieser Bann ist bis heute ungebrochen.
Mona Lisa zählt zu den ganz wenigen Arbeiten, die Leonardo da Vinci nicht im Auftrag ausführte. Über die dargestellte Person gibt es viele Spekulationen. Die meisten besagen, dass es sich um eine neapolitanische Hausfrau handelt, was indessen aufgrund der übrigen Modelle des Meisters beinahe unwahrscheinlich anmutet. Dieser These widerspricht auch der Umstand, dass sich der Künstler sein ganzes Leben lang nicht von dem einzigartigen Gemälde trennte. Schon der erste Biograf äußerte die Vernutung, dass es sich um den heimlichen geliebten Salai handeln könne, wobei Mona Lisa ein Anagramm zu Mon Salai sei.
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Datum: 07.05.2012 - 22:50 Uhr
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