Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA): Regierung soll Förderkürzung für Solarstrom nachbessern / Subventionen auf marktwirtschaftliche Methoden umstellen
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Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA): Regierung soll
Förderkürzung für Solarstrom nachbessern / Subventionen auf
marktwirtschaftliche Methoden umstellen
DGAP-Media / 11.05.2012 / 13:47
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Nachbesserungen an der Förderkürzung für Solarstrom forderte der Bundesrat
heuteüber den Vermittlungsausschuss ein. Der Bundestag hatte zuvor ein
Absenken der Einspeisevergütung für neue Solaranlagen beschlossen.
Rückwirkend ab April 2012 sollten bis zu 40 Prozent weniger gezahlt werden.
Ein 'atmender Deckel' hätte ab Oktober 2012 beiübermäßigem Zubauüber
7.500 Megawatt ein weiteres Absenken von 29 Prozent pro Jahr zugelassen.
Zudem wären nur noch 80 bis 90 Prozent des produzierten Solarstroms pro
Anlage gefördert worden.
Mehr Wettbewerb entlastet Verbraucher
'Das Veto der Länderkammer birgt Risiken und eröffnet neue Chancen für
Nachbesserungen', kommentiert VEA-Geschäftsführer Dr. Volker Stuke. Der
Zwang zum Vermarkten von bis zu 20 Prozent des Solarstroms sei ein Schritt
in die richtige Richtung. Mehr Wettbewerb zwischen den Grünstrom-Arten
werde bei gleichem finanziellen Aufwand ein Maximum an Nutzen für die
Umwelt bringen. Das Einführen eines Quotensystems könne diese Wirkung
verstärken.
'Die zeitlich verzögerte Neuregelung sowie die großzügig bemesseneÜbergangsfrist verstärken den Sonderkonjunktureffekt', mahnt Dr. Stuke.
Eine Vielzahl neuer Anlagen zu bisherigen Förderkonditionen treibe die
Energiekosten der kommenden 20 Jahre nachhaltig in die Höhe. Die großen
Netzbetreiber prognostizierten bereits für das Bundestagswahljahr 2013 einen
Anstieg derÖkostromumlage auf bis zu 4,74 Cent pro Kilowattstunde.
Quotensystem ermöglicht Wettbewerb
Die Monopolkommission empfahl der Bundesregierung vergangenes Jahr den
Wechsel zu einem Quotensystem. Es verpflichtet Stromhändler zum Vorhalten
eines bestimmten Anteils an erneuerbaren Energien in ihrem
Beschaffungsportfolio, unabhängig von der Erzeugungsart. 'Bei diesem
Verfahren würde erstmals Wettbewerb unter den verschiedenenÖkostrom-Arten
entstehen,' erläutert Dr. Stuke. Die Bundesregierung könne ihre Ausbauziele
bei Strom aus erneuerbaren Energien auf diese Weise marktgerechter und
kostengünstiger für Verbraucher erreichen.
Mittelstand fordert mehr Effizienz
Die Energiewende gibt es nicht zum Nulltarif. Denüberwiegenden Teil der
Kosten für den Ausstieg aus der Kernenergie schultert die deutsche
Wirtschaft. 'Der VEA setzt sich für marktwirtschaftliche Lösungen beim
Ausbau der erneuerbaren Energien ein,' betont Dr. Stuke. Es sei jeweils der
effizienteste Weg zu wählen. Die Betriebe dürften nicht noch mehr belastet
werden. Der VEA fordert die Bundesregierung zum Schutz des
Wirtschaftsstandorts Deutschland auf. Neben der Versorgungssicherheit und
Nachhaltigkeit darf die Bezahlbarkeit der Stromversorgung nicht aus den
Augen verloren werden.
Rückfragen bitte an: Dr. Volker Stuke, Bundesverband der Energie-Abnehmer e.
V. (VEA), Zeißstraße 72, 30519 Hannover, Tel.: (0511) 98 48-116, Fax: (0511)
98 48-188, E-Mail: info@vea.de, Internet: www.vea.de
Ende der Pressemitteilung
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169431 11.05.2012
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