Beschluss des SPD-Parteivorstandes zum Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie
ID: 638353
Beschluss des SPD-Parteivorstandes zum Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie
Der SPD-Parteivorstand hat in seiner heutigen Sitzung folgenden Beschluss gefasst:
Die Tarifbewegung in der Metall und Elektroindustrie geht nunmehr in die fünfte Runde. Nach bundesweit über 30 Verhandlungsterminen ist eine Lösung derzeit nicht in Sicht.
Die Verhandlungen über Lohnsteigerungen sind selbstverständlich Kernbestandteil der Tarifautonomie, die die SPD achtet. Ungeachtet dessen stellen wir fest: Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen am wirtschaftlichen Erfolg und den guten Gewinnen der Unternehmen teilhaben. Dies ist auch von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung, denn angesichts der konjunkturellen Risiken ist eine Stärkung der Binnennachfrage von hoher Bedeutung für die Stabilisierung unserer Wirtschaft.
Besonders begrüßen wir die weiteren Forderungen bezüglich des Berufseinstiegs förderungsbedürftiger Schulabgängerinnen und Schulabgänger, der unbefristeten Übernahme von Ausgebildeten und zum Einsatz von Leiharbeit in den Betrieben.
Die IG Metall fordert:
- eine tarifvertragliche Neuregelung der Übernahme von erfolgreich Ausgebildeten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis,
- eine tarifvertragliche Regelung, um förderungsbedürftigen Jugendlichen den Zugang zu einer qualifizierten beruflichen Erstausbildung zu ermöglichen,
- eine tarifvertragliche Ausweitung der Mitbestimmung von Betriebsräten in Entleihbetrieben beim Einsatz von Leiharbeitnehmern.
Ebenso begrüßen wir die Forderung nach einer tarifvertraglichen Ausweitung der Mitbestimmung der Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit. Die SPD setzt sich seit langem für eine Regulierung des Missbrauchs der Leiharbeit ein. Wir wollen den Grundsatz des equal pay endlich durchsetzen und wollen ebenso mehr Mitbestimmung für die Betriebsräte in den Einsatzbetrieben bezüglich Umfang und Dauer von Leiharbeit. Die derzeitige Bundesregierung blockiert leider immer noch eine zufriedenstellende gesetzliche Lösung, die wir weiterhin anstreben.
Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung dieser Themen der aktuellen Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie apellieren wir an die Tarifparteien und besonders die Arbeitgeberseite, möglichst zügig einen tragfähigen Kompromiss zu finden.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands Parteivorstand Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin Telefon (030) 25991-300, FAX (030) 25991-507
Herausgeberin: Andrea Nahles
Redaktion: Tobias Dünow
e-mail: pressestelle@spd.de
http://www.spd.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 14.05.2012 - 17:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 638353
Anzahl Zeichen: 4026
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 308 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Beschluss des SPD-Parteivorstandes zum Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos) Ansgar Dittmar und die Fachsprecherin im Bundesvorstand der Schwusos für den Bereich "Homophobie und Sport" Martina Wilczynski erklären zur "Berliner Erklärung" gegen Homophobie: Ei
Scheytt und Krajewski: Bundesregierung gefährdet Kultur in Deutschland durch das Freihandelsabkommen mit den USA ...
In der folgenden gemeinsamen Erklärung von Oliver Scheytt und Christiane Krajewski, Mitglieder im Kompetenzteam von Peer Steinbrück, fordern sie, den Kulturbereich bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen mit den USA auszuklammern und etwa die grenzüberschreitende Buchpreisbindung zu erhal
Matthias Machnig: Untätigkeit der Bundesregierung führt zu Desaster mit Ansage ...
Zu heutigen Medienberichten, denen zufolge die großen Energieversorger in Deutschland planen, möglicherweise bis zu einem Fünftel ihrer konventionellen Kraftwerkskapazitäten vom Netz zu nehmen, erklärt Matthias Machnig, für Energie und Umwelt zuständiges Mitglied im SPD-Kompetenzteam: Fo
Weitere Mitteilungen von SPD
Peugeot und Citroën Deutschland - Beide Marken gestalten neue Organisationsstruktur ...
In einigen Bereichen arbeiten Peugeot und Citroën zukünftig zusammen Synergie-Effekte sollen Effizienz steigern und Kosten reduzieren Neue Struktur startet am gemeinsamen Standort in Köln Ab Herbst 2012 werden Peugeot und Citroën am zukünftig gemeinsamen Standort in Köln eng
Salafisten bedrohen freiheitliche Grundordnung ...
Demokratie muss wehrhaft sein und Einhalt gebieten Auch am vergangenen Wochenende kam es zu Ausschreitungen rund um Aktionen von Salafisten. Dazu erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach: "Die Absicht
Pressekonferenz des Philologenverbands und der Bundesdirektoren Konferenz Gymnasien: GRÜNE teilen Kritik am Zustand der Lehreraus- und -weiterbildung, ...
Als "völlig berechtigt" wertet die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Kritik des Philologenverbands und der Bundesdirektoren Konferenz Gymnasien in deren heutiger Pressekonferenz. "In der Lehrerausbildung wurden durch die Kürzungen im Landeshaushalt 2012 bewährte Stru
Außenminister Westerwelle begrüßt dritte Übergabetranche in Afghanistan ...
inungsdatum 14.05.2012 Ein Sprecher des Auswärtigen Amts erklärte dazu heute (14.05.): "Außenminister Westerwelle begrüßt die Ankündigung der afghanischen Regierung, in einer dritten Übergabetranche noch in diesem Jahr die Sicherheitsverantwortung für insgesamt drei Viertel der afgh
GRÜNE begrüßen überfälligen Sozialbericht - Handlungsaufträge fehlen ? Bericht darf keine Datensammlung bleiben ...
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt es, dass die schwarz-gelbe Landesregierung nach zehn Jahren der Ablehnung und drei Jahre nach einstimmiger Beschlussfassung im Landtag endlich einen Sozialbericht vorlegt. Allerdings vermissen DIE GRÜNEN daraus resultierende HandlungsauftrÃ




