Rheinische Post: Staatsziel: neue Stromnetze
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gewissen Faszination für die Energiewende in Deutschland nicht
erwehren: Das erste Industrieland der Welt setzt massiv auf den
ökologischen Umbau, beendet die umstrittene Kernenergie und versucht
gleichzeitig, die Kohlendioxid-Emissionen aus Kohlekraftwerken zu
begrenzen. Trotzdem müssen wichtige Eckpunkte bei der neuen
Energiepolitik beachtet werden. Erstens ist unvermeidbar, dass eher
die privaten Kunden als die Industrie die Kosten tragen müssen. Das
ist für uns Konsumenten äußerst bitter, aber ansonsten würde man nur
stromintensive Branchen ins Ausland vertreiben - und das würde der
Umwelt erst recht nichts bringen und Jobs vernichten. Zweitens muss
die Bevölkerung beim Ausbau der neuen Stromtrassen ausreichend gehört
werden. Es kann nicht sein, dass der Norden Geld mit Windparks macht,
der Süden mit Solarstrom kassiert, und NRW und speziell der
Niederrhein nur die Lasten trägt. Im Klartext: Wo es wirklich
angebracht ist, sollten die Stromleitungen trotz deutlich höherer
Kosten auch einmal unter die Erde gelegt werden. Gleichzeitig sollten
die Bürger den Bau der Trassen auch mit einer gewissen Gelassenheit
sehen: Stromtrassen sind zwar nicht schön, aber sie sind keine
Umweltgefahr und machen auch keinen Lärm.
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Datum: 30.05.2012 - 21:01 Uhr
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