Genmais: Grüne warnen EU-Kommission vor Zulassungsplänen von sechs Genmaissorten
ID: 653264
Genmais: Grüne warnen EU-Kommission vor Zulassungsplänen von sechs Genmaissorten
Die EU-Kommission könnte schon Anfang Juli beginnen, sechs verschiedene zum Anbau in Europa vorgesehene, gentechnisch veränderte Maissorten zuzulassen [1]. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat die Zulassung der sechs Sorten bereits befürwortet.
Dazu erklärt Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament:
"Die von der EU-Kommission offenbar beabsichtigte Zulassung von sechs Genmaissorten birgt ein nicht kalkulierbares Risiko für Mensch und Umwelt. Ich appelliere an die Kommission, von diesen Plänen unverzüglich Abstand zu nehmen. Die Verbraucher wollen diese Pflanzen nicht.
Besonders gefährlich ist eine gentechnisch veränderte Maissorte, die nun erstmals zugelassen werden soll. Diese Maissorte ist zugleich gegen Insekten und Herbizide wie das umstrittene Totalherbizide Glyphosat resistent. Diese "neue Qualität" gilt als nicht ausgereift und wurde nicht ausreichend auf mögliche negative Folgen geprüft. Studien haben gezeigt, dass etwa im Fall des vor seiner Zulassung stehenden Mais NK 603 die von Monsanto vorgelegten Tests an Ratten fehlerhaft waren. Im Fall des Maistyps Mon 88017 hat sogar die europäische Lebensmittelbehörde EFSA selbst davon gesprochen, dass der Mais zu einer Verarmung der Biodiversität auf den Feldern führt. Es ist völlig unverständlich, dass die Kommission trotzdem die Einführung dieses Maistyps in Europa erwägt. In vielen Fälle ist völlig offen, welche Folgen diese Pflanzen auf die Umwelt haben.
Ganz oben auf der Liste steht der gegen den Schädling Maiszünsler resistente Mais Mon 810. Diese Pflanze ist derzeit in sechs europäischen Staaten verboten, darunter in Frankreich und Deutschland. Mit der Bestätigung der inzwischen ausgelaufenen ersten Genehmigung von 1998 könnte auch das derzeitige Anbauverbot in Deutschland fallen. Wir fordern die deutsche und französische Regierung auf, sich gegen eine Zulassung insbesondere von Mon 810 auszusprechen. Es ist mehrfach bewiesen, dass Mon 810 unter anderem für Schmetterlinge gefährlich ist, die vom permanent in der Pflanze wirksamen Gift eigentlich nicht getroffen werden sollten."
Weitere Informationen:
Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament - Martin Häusling Tel. +32-2-284-5820, Fax +32-2-284-9820 Email: martin.haeusling@europarl.europa.eu
Martin Häusling
Mitglied des Europäischen Parlaments und Koordinator für Greens/EFA im Agrarausschuss
Europabüro Hessen
Kaiser-Friedrich-Ring 77 - 65185 Wiesbaden tel. 0611 - 98920-30, fax 0611 - 98920-33, info@martin-haeusling.de www.martin-haeusling.eu
LINKS [Red.]
[1] http://www.bio-markt.info/web/Aktuelle_Kurzmeldungen/Gentechnik/GenPflanzen/15/21/0/12501.html
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 05.06.2012 - 16:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 653264
Anzahl Zeichen: 3265
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 278 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Genmais: Grüne warnen EU-Kommission vor Zulassungsplänen von sechs Genmaissorten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutscher Naturschutzring (DNR) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Spitzenverbände aus dem Umwelt- und Kulturbereich, der Deutsche Naturschutzring (DNR) und der Deutsche Kulturrat, fordern die Bundesregierung auf, hiesige Umwelt- und Kulturstandards nicht zugunsten einer ungezügelten Deregulierung des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommens zu opfern
DNR zum Hochwassergipfel ...
Ja zur finanziellen Hilfe - wo bleibt Verschärfung beim Hochwassserschutzgesetz! Zum heutigen Hochwassergipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer sagte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen: "Wir begrüßen die Finanzhilfen, vermissen aber d
Resolution zum Hochwasserschutz ...
verabschiedet vom DNR-Präsidium am 4. Juni 2013 in Berlin Die aktuellen Hochwasserereignisse in Bayern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, aber auch in den europäischen Nachbarländern, die das katastrophale Jahrhunderthochwasser von 2002 noch überbieten, führen uns dramatisch vor Auge
Weitere Mitteilungen von Deutscher Naturschutzring (DNR)
Rösler: Die Energiewende ist auf gutem Weg ...
Hochrangige Fachtagung zum Jahrestag der Energiewende-Beschlüsse im BMWi Fast auf den Tag genau ein Jahr nach den Energiewende-Beschlüssen vom 6. Juni 2011 hat der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, heute die an der Energiewende beteiligten Akteure ins Bundes
Freiburg wird das »Sustainable Energy Valley« ...
In Freiburg entsteht ein Leuchtturmprojekt des Landes Baden-Württemberg und der Fraunhofer-Gesellschaft. Inhaltlich geht es um die nachhaltige Erzeugung und Nutzung von Energie und Ressourcen. Gesamtinvestitionen von mehr als 80 Mio. ? sind hierfür vorgesehen. Mit großer Freude haben das Fra
In Monheim am Rhein entsteht NRW-Klimaschutzsiedlung ...
Am 10. Juni 2012 startet mit einem ersten Spatenstich und Baustellenfest der offizielle Baubeginn der NRW-Klimaschutzsiedlung in Monheim am Rhein. Das Investitionsvolumen des Projekts zwischen Düsseldorf und Köln beträgt 12 Millionen Euro. Die ersten Häuser werden im Februar 2013 übergeben. D
"Recycling spielt eine tragende Rolle im 21. Jahrhundert" ...
Jedes Jahr am 5. Juni findet der Weltumwelttag der Vereinten Nationen statt - heute jährt er sich zum 40. Mal. "Green Economy - Does it include you?" Unter diesem Motto soll jeder Einzelne seine Position im globalen Nachhaltigkeitspuzzle finden. Auch auf dem Weltumweltgipfel Rio+20 vom 20




