Markenkonflikt: Verband derösterreichischen ErgotherapeutInnen sieht
jahrelange Aufbauarbeit gefährdet
ID: 657175
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"Der Bundesverband der ErgotherapeutInnen Österreichs ist
sicherlich kein Konkurrent der Ergo Versicherungsgruppe AG in
Düsseldorf, und ist in keiner Weise mit den Aktivitäten dieses
Konzerns vergleichbar", verlautet Marion Hackl, Präsidentin von Ergo
Austria, Bundesverband der ErgotherapeutInnen Österreichs
(www.ergoaustria.at). "Es ist aber für uns eine äußerst unangenehme
und existenzbedrohende Situation von dieser Versicherung mit einer
angeblichen Verletzung der Markenrechte konfrontiert zu werden. Der
Bundesverband der ErgotherapeutInnen Österreichs sieht weder eine
Verwechslungsgefahr der beiden Marken noch eine Überschneidung in den
Arbeitsgebieten."
Zwtl.: "Bei uns stehen Hilfe und rechtschaffene Arbeit im
Vordergrund"
Hackl bedauert, dass die Versicherung bisher kein direktes
Gespräch mit dem gemeinnützigen Verband gesucht hat: "Wir finden,
dass durch das miteinander Sprechen auch scheinbar unlösbare Probleme
gelöst werden können. Wir als Verband vertreten 1.732 österreichische
ErgotherapeutInnen. Wir unterstützen unsere Mitglieder in
berufspolitischen Fragen, damit sie ihre Klienten auf dem Weg zur
(Wieder)Erlangung von Selbstständigkeit im Alltag unterstützen
können. Zudem sind wir als Verband immer wieder auch Fürsprecher für
Patienteninteressen wie z.B. bei Verhandlungen mit
Sozialversicherungsträgern. In diesem Sinne werden wir von der
Öffentlichkeit und den Medien als rechtschaffene Gruppe
wahrgenommen."
Zwtl.: Hintergrund
Die Ergo Versicherung hat mehrere europäische Wortmarken, die
älteste im Jahr 1997, angemeldet - der Bundesverband der
ErgotherapeutInnen Österreichs eine österreichische Wort-Bildmarke im
Jahr 2009. Im April 2010 warf die Versicherung der Berufsvertretung
die Verletzung ihrer Markenrechte vor. Nach Entgegnung durch den
Bundesverband reichte die Ergo Versicherung im August 2010 dann
direkt einen Antrag auf Löschung der Marke ein. "Für uns bedeutet
diese Rechtsangelegenheit, dass wir in der Weiterentwicklung unseres
Berufes massiv ausgebremst werden, ja sogar, dass jahrelange
Aufbauarbeit gefährdet ist", so Hackl. So verlangt die
Versicherungsgruppe im April 2010 von den ErgotherapeutInnen neben
der Löschung der Marke, die Umstellung der Vereinsbezeichnung sowie
die Löschung der Internetdomain. "Gleichzeitig sollten wir uns dazu
verpflichten, für jeden Tag nach der Markenumstellung bei einem
Verstoß eine Vertragsstrafe von 2.000 Euro zu bezahlen." vermeldet
Hackl. "Der Verband und dessen Homepage sind wichtige Anlaufstellen,
um TherapeutInnen zu suchen. Nur durch den Einsatz von mehr als 100
ehrenamtlichen Mitarbeitern ist es dem Bundesverband in den letzten
Jahren gelungen, die Leistungen der ErgotherapeutInnen in Österreich
qualitätsgesichert weiterzuentwickeln. Der Verband finanziert sich
überwiegend aus Mitgliedsbeiträgen. Derzeit beträgt der jährliche
Beitrag nicht einmal 200 Euro für ordentliche Mitglieder."
Zwtl.: Zum Bundesverband der ErgotherapeutInnen
Der Bundesverband der ErgotherapeutInnen ist ein gemeinnütziger
Verein, der es sich zur Aufgabe gestellt hat, die ergotherapeutische
Versorgung der österreichischen Bevölkerung sowie berufs- und
bildungspolitische Maßnahmen für seine Mitglieder sicherzustellen.
Seit der Gründung im Jahr 1969 hat sich Ergo Austria als wichtiger
Partner im Gesundheitswesen etabliert: Der Verband arbeitet an
Gesetzen und Papieren im Gesundheitswesen mit, ist Ansprechpartner
für Behörden und Sozialversicherungsträger und orientiert sich stets
am Wohle des Patienten.
Rückfragehinweis:
Marion Hackl
Präsidentin Ergo Austria - Bundesverband der ErgotherapeutInnen Österreichs
Sobieskigasse 42/5, A-1090 Wien
Tel: +43 (0) 664 4556022
eMail: vorstand@ergoaustria.at
www.ergoaustria.at
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Datum: 12.06.2012 - 11:01 Uhr
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