Hirnblutung: Risikofaktor Party, Alkohol und Rock'n'Roll?
Leipzig, 14. Juni 2012 – Alkohol und Drogen, aber auch exzessives Tanzen und emotionale Erregungen können Menschen mit einem Hirnaneurysma zum Verhängnis werden. Die Fehlbildungen an den Blutgefäßen platzen vor allem nach Aktivitäten, die den Blutdruck kurzzeitig stark ansteigen lassen, warnen Experten anlässlich der 63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie im Juni in Leipzig.
Beim Hirnaneurysma unterscheiden Neurochirurgen zwischen langfristigen Risikofaktoren und kurzfristigen Triggern. „Zu den Risikofaktoren gehören vor allem ein höheres Alter, Rauchen und Bluthochdruck, die langfristig die Verkalkung der Arterien fördern“, sagt Professor Dr. med. Jürgen Meixensberger, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) und Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Leipzig.
Aber auch Alkohol und Drogen, Kopfverletzungen und bestimmte Infektionen begünstigen die Entwicklung der Aneurysmen. „Haben diese eine bestimmte Größe erreicht, genügt ein kurzer Blutdruckanstieg um eine lebensgefährliche Blutung auszulösen“, so Meixensberger. Eine Studie hat jüngst acht derartige „Trigger“ ermittelt: Kaffee, Cola, Wut, Schreckerlebnisse, sexuelle Aktivität, ein harter Stuhlgang, heftiges Nasenblasen und körperliche Anstrengungen gehen oft der Ruptur voraus. Wenn mehrere Trigger zusammenkommen, kann es auch jüngere Menschen treffen, auch wenn dies, nach Einschätzung der Fachgesellschaft sehr selten und ungewöhnlich ist.
Terminhinweis:
Subarachnoidalblutung im Jugendalter — Party, Drugs und Rock’n’roll
Subarachnoid hemorrhage in a teenager — party, drugs and rock‘n‘roll
(Markus Holling, Bernhard R. Fischer, Thomas-Ulrich Niederstadt, Christoph Schmidt,
Walter Stummer (Münster))
Termin: Freitag, den 15. Juni 2012, von 16.00 bis 16.45 Uhr
Ort: Congress Center Leipzig (CCL)Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Gesellschaft ist eine Vereinigung von Ärzten und Wissenschaftlern, die auf dem Gebiet der Neurochirurgie tätig sind oder an dem Fachgebiet Interesse haben. Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung und der praktischen Tätigkeit auf dem Gebiet der Neurochirurgie. Durch Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrung und durch Anregung zu wissenschaftlicher Tätigkeit will die Gesellschaft die Verbindung der deutschen Neurochirurgen untereinander und die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Ärzten und Wissenschaftlern und neurochirurgischen Gesellschaften fördern. Die Gesellschaft nimmt die Belange des Faches in Berufsausbildung, Weiterbildung und Fortbildung wahr und sichert den fachlichen Standard. Sie vertritt das Fach Neurochirurgie in ihrer Zuständigkeit auf nationaler und internationaler Ebene.
Silke Jakobi
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Datum: 13.06.2012 - 11:34 Uhr
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