Neue OZ: Kommentar zu Betreuungsgeld
ID: 660855
Erneut hat die Opposition beim Betreuungsgeld die zerstrittenen
Regierungsparteien vorgeführt. Doch der Trick, der zum Einsatz kam,
war unanständig. Wer die Gepflogenheiten im Bundestag kennt, weiß: Es
war kein Glanzstück der politischen Kultur, dass viele
Sozialdemokraten und Grüne vor dem Eingang des Plenarsaals stehen
blieben und so zur Beschlussunfähigkeit des Parlaments beitrugen.
Nun wird es vor der Sommerpause keinen Beschluss zur geplanten
familienpolitischen Leistung geben. Ein nur kurzfristiger Erfolg der
Gegner.
CDU, CSU und FDP wollten gestern die Dauerdebatte um das
Betreuungsgeld endlich beenden. Das ist ihnen nicht gelungen. Die
Koalition hat das Thema noch auf dem Tisch. Und weiter internen
Gesprächsbedarf.
Die Empörung vor allem in der CSU über die Opposition ist zwar
berechtigt, aber lediglich zum Teil. Es ist auch Sache der
Fraktionsgeschäftsführer von Union und FDP, dafür zu sorgen, dass
genügend Abgeordnete aus den eigenen Reihen bei der Abstimmung dabei
sind. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann hält das
Fernbleiben von Parlamentariern aus den Regierungsparteien für einen
stummen Protest gegen das Betreuungsgeld. Da könnte was dran sein.
Möglicherweise gibt es mehr heimliche Widerständler in der Koalition,
als bisher bekannt war.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.06.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 660855
Anzahl Zeichen: 1624
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 393 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Betreuungsgeld"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) rät zu einem drastischen Schuldenschnitt bei den Kommunen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte Steinbrück: "Die Finanzlage der Kommunen ist dramatisch schlecht. Dabei entscheidet sich das Vertrauen der Bürger in die
Zahl der Haftplätze in Deutschland sinkt auf neuen Tiefstand / Bundesweit mehr als 1700 Plätze seit 2019 abgebaut - Gleichzeitig wieder mehr Inhaftierte ...
Angesichts wieder steigender Gefangenenzahlen steuert der deutsche Strafvollzug auf einen historischen Engpass bei den Kapazitäten zu. Nach einer exklusiven Auswertung der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) gibt es in den deutschen Gefängnissen so wenige Haftplätze wie seit sieben Jahre
Steinbrück kritisiert Sozialleistungen für "wohlhabenden Mittelstand" / Ex-Finanzminister hält Mütterrente und Elterngeld für problematisch - Sozialstaat müsse sich auf Bedürftige kon ...
Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) sieht bei steuerfinanzierten Sozialleistungen "eine Komplexität erreicht, die das hohe Kulturgut des Sozialstaates gefährdet". Das sagte er im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). "Manche Maßnahmen
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Elite-Universität ...
Nicht überbewerte Die Freude der Bremer über den neu errungenen Elite-Titel ihrer Hochschule ist ebenso verständlich wie die Enttäuschung der Göttinger über den Abstieg ihrer Uni. Gleichwohl sollten alle Verlierer und Gewinner gelassen bleiben und das Ergebnis der zweiten Hochschul-Exze
WAZ: Schwarz-Gelb ausgebremst - Kommentar von Julia Emmrich ...
Die Opposition hat die Reißleine gezogen. Das Betreuungsgeld ist buchstäblich in letzter Minute ausgebremst worden - zumindest vorläufig. Der Bundestag wird jetzt erst nach der Sommerpause darüber entscheiden. Glückwunsch an SPD, Grüne und Linke? Dafür ist der Erfolg zu klein. Und die Mitt
Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu sozialer Marktwirtschaft ...
Noch wähnt sich der Westen moralisch auf der richtigen Seite. Aber gerade dadurch, dass die Politiker in Europa das Soziale an der Marktwirtschaft überbetont haben, machen sie es kaputt. Der Sozialstaat ist so längst nicht mehr finanzierbar, die Fassade wird nur noch auf Pump aufrecht erhalte
Westdeutsche Zeitung: Das gestrige Theater im Bundestag schadet der Demokratie Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel ...
Man mag das Betreuungsgeld für sinnlose Mittelverschwendung und eine gesellschaftspolitisch schädliche Idee halten. Dennoch besteht auch für schärfste Gegner kein Grund, sich über das Geschehene zu freuen. Der Hammelsprung inklusive Abbruch der Bundestagssitzung hat zwar dazu geführt, dass




