Annette Schavan bei ZEIT KONFERENZ zur Zukunft der Exzellenzinitiative: "Es wird keine Rosinenpickerei der Politik geben"
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Juni 2012 an der Humboldt-Universität zu Berlin hat Bundesministerin
Annette Schavan die Bedeutung der Exzellenzinitiative und der
Hochschulen insgesamt für das Wissenschaftssystem betont: "Die
Hochschulen sind das Herz des Wissenschaftssystems". Die
Exzellenzinitiative habe dabei für viel Dynamik gesorgt. Gerade im
internationalen Kontext spiele diese Form der Sichtbarkeit eine große
Rolle. Anderen Ländern diene Deutschlands Modell inzwischen sogar als
Vorbild. Die Erfahrungen müssten nun in eine dauerhafte Entwicklung
und in die tägliche Arbeit eingehen, insbesondere auch in die
Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern. So sollten die neu
ausgezeichneten Hochschulen eine längerfristige Förderung erfahren,
über die geplanten fünf Jahre hinaus. Augenmerk, so Schavan weiter,
müsse man auch auf die Konzepte legen, die nicht ausgezeichnet
wurden, die jedoch wichtig und förderungswürdig sind. Die
Exzellenzinitiative dürfe diese nicht abwerten.
Schavan schlug für die Zukunft unterschiedliche Wege zur
Verstetigung der Exzellenzinitiative vor: So könnten weiterhin einige
wenige exzellente Universitäten als Ganzes mit Bundesmitteln
unterstützt werden, aber beispielsweise auch eine größere Zahl
verschiedener exzellenter Bereiche innerhalb von Universitäten. Die
Wissenschaft solle jedoch wie bisher auch selbst über die Förderung
entscheiden, nicht die Politik: "Es wird keine Rosinenpickerei der
Politik geben", so die Bundesministerin.
Marc-Philipp Unger, Vizepräsident der MLP Corporate University und
Leiter des Hochschulmanagements, sagte: "Exzellenz braucht ein
ganzheitliches Verständnis, das die Bildung einschließt. Wenn das
Streben nach Exzellenz eine sinnvolle Arbeitsteilung im
Bildungssystem und damit unter den Hochschularten ermöglicht, dann
hilft die Exzellenzinitiative der Weiterentwicklung."
Weitere Referenten der ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung, die in
Kooperation mit MLP stattfindet, sind: Theresia Bauer (Ministerin für
Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg), Prof. Dr.
Wolfgang A. Herrmann (Technische Universität München), Dr. Josef
Joffe (Herausgeber DIE ZEIT), Prof. Dr. Wolfgang Marquardt
(Vorsitzender Wissenschaftsrat), Prof. Dr. Jürgen Mlynek
(Helmholtz-Gemeinschaft), Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz
(Humboldt-Universität zu Berlin) und Prof. Dr. Sascha Spoun (Leuphana
Universität Lüneburg).
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Datum: 18.06.2012 - 14:15 Uhr
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