Neue OZ: Kommentar zu Geschichte / Welterbe / Unesco
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Für dieses Vorhaben brauchen die Menschen im Wendland einen langen
Atem, aber den haben sie ja längst mit ihrer Protestbewegung gegen
Atomkraft bewiesen: Frühestens 2017 könnten die Rundlingsdörfer von
der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt werden. Gute Argumente für den
Titel gibt es jedenfalls: Hier trifft ländliche Architekturgeschichte
auf gegenwärtiges Kunstschaffen. Dafür steht auch die
niedersächsische Stipendiatenstätte Künstlerhof Schreyahn für Autoren
und Musiker, die die Abgeschiedenheit für ihre Arbeit suchen.
Natürlich verspricht der Titel Weltkulturerbe neue Impulse für den
Tourismus. Doch für die Zukunft der historischen Dorfanlagen ist es
wohl wichtiger, dass das Gütesiegel das hochmittelalterliche
Siedlungsmodell für künftige Generationen als Wohnort attraktiv
macht. Museumsdörfer gibt es genug.
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Datum: 18.06.2012 - 22:00 Uhr
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