Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung brauchen bessere zahnmedizinische Betreuung / Diskussionsforum der KZBV in Dresden diskutiert Versorgungsdefizite
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Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung einen ganz besonderen
Versorgungsbedarf haben, der über die gesetzliche Krankenversicherung
nicht adäquat abgebildet wird." So fasste der stellvertretende
Vorsitzende der KZBV, Dr. Wolfgang Eßer, die Forderungen der
Zahnärzteschaft nach einer Verbesserung der zahnmedizinischen
Leistungen für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen im
Rahmen des Diskussionsforums 2012 der KZBV zusammen, das gestern in
Dresden stattfand. Vertreter von Zahnärzteschaft, Politik,
Sozialverbänden und Krankenkassen trafen dort zusammen, um das
Versorgungskonzept zu diskutieren, das KZBV, Bundeszahnärztekammer
und weitere Organisationen unter dem Titel "Mundgesund trotz Handicap
und hohem Alter" vorgelegt haben.
Bei aller Kontroverse im Detail bestand an einem Punkt Einigkeit
unter den Beteiligten: Menschen, die aufgrund von Behinderung, Alter
oder Demenz keine eigenverantwortliche Mundhygiene betreiben bzw.
nicht in eine Zahnarztpraxis kommen können, brauchen besondere
Betreuung. Josef Hecken, Staatssekretär im Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend, unterstrich, dass
Versorgungskonzepten wie dem vorgelegten eine besondere Bedeutung
zukommt, weil sie die Herausforderungen des demografischen Wandels
aufnehmen. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Michalk attestierte,
dass der Handlungsbedarf in der Alters- und Behindertenzahnmedizin in
der Politik anerkannt ist.
Eßer begrüßte ausdrücklich, dass die Bundesregierung die
Initiative der Zahnärzte positiv aufgenommen und schon erste
wichtige, wenn auch zunächst kleine Schritte zur Verbesserung der
Versorgungslage unternommen habe. Zugleich appellierte er aber an die
Politik, nun eine belastbare Rechtsgrundlage für die bedarfsgerechte
Betreuung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung zu
schaffen: "Unsere Bitte ist es, dass der Gesetzgeber diesen
besonderen Leistungsbedarf so ins Gesetz schreibt, dass die
Betroffenen einen verbrieften Leistungsanspruch haben."
Hinweis: Ein Videobeitrag, der die Diskussion auf der
Veranstaltung zusammenfasst, steht bereit unter:
www.kzbv.de/film_diskussionsforum
Pressekontakt:
Dr. Reiner Kern
Telefon: 030 280 179-27, E-Mail: presse@kzbv.de
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Datum: 21.06.2012 - 13:02 Uhr
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