Niebel in Rio: 'Arbeits­auf­trä­ge der Rio-Konfe­renz schnell an­gehen'

Niebel in Rio: 'Arbeits­auf­trä­ge der Rio-Konfe­renz schnell an­gehen'

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Niebel in Rio: "Arbeits­auf­trä­ge der Rio-Konfe­renz schnell an­gehen"



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Rio de Janeiro ? Die Konferenz der Vereinten Nationen für nach­hal­tige Ent­wick­lung geht heute zu Ende. Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Dirk Niebel führte gemeinsam mit dem Bundes­umweltminister Peter Altmaier die Ver­hand­lungen für Deutsch­land. Die Minister sowie der Staats­sekre­tär im BMZ, Hans-Jürgen Beerfeltz, haben die Bun­des­re­gie­rung in hochrangigen Foren vertreten und für die deutsche Position geworben.

"Die Einigung von Rio ist ein Arbeitsauftrag. Vieles muss kon­kre­ti­siert und in handlungs­orientierte Maß­nahmen über­setzt werden. Das gilt ins­be­son­dere für den Prozess, die Millenniums­ziele nach 2015 um Nach­haltig­keits­ziele zu ergänzen. Wir haben nicht viel Zeit, erfolgreich ein ein­heit­liches und kohärentes Ziel­system mit über­prüf­baren Indikatoren zu entwickeln", erklärte Minister Niebel in Rio. In der Abschluss­er­klä­rung von Rio werden neben den Nach­haltig­keits­zielen auch die Rolle öko­lo­gischen Wirt­schaf­tens für eine nach­hal­tige Ent­wick­lung und für die Armuts­be­kämp­fung betont sowie das Umwelt­programm der Vereinten Nationen gestärkt.

Mit den Millenniums­entwicklungs­zielen hat sich die in­ter­na­ti­o­nale Gemeinschaft verpflichtet, bis 2015 konkrete Ziele, unter ande­rem bei der Armuts­be­kämp­fung, dem Zugang zu Bildung und der Gesund­heits­ver­sorgung, zu er­reichen. Für die Zeit nach 2015 sollen neue Ziele ent­wickelt werden, die weitere Di­men­sionen der Nach­hal­tig­keit einbeziehen. Dazu soll bis Herbst 2014 ein Bericht vorgelegt werden. "Die Ver­hand­lungen zu Rio+20 haben gezeigt, dass wir auch über neue Formate nach­denken müssen, wie wir in­ter­na­ti­o­nal zu Ergeb­nissen kommen. Dabei sind auch Akteure der Zivil­ge­sell­schaft, der Parlamente oder Vertreter der großen Städte einzubeziehen", so Minister Niebel.

Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Niebel und Staats­sekre­tär Beerfeltz the­ma­ti­sierten bei ihren Gesprächen während der Konferenz ins­be­son­dere das Zusammen­wirken von sicherer und sauberer Energie, ver­läss­licher Wasser­ver­sorgung und Er­nährungs­sicherheit. Das BMZ verfolgt hier einen ganz­heit­lichen Ansatz und schafft so Sy­nergie­effekte bei den Pro­jekten der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit. "Tröpf­chen­be­wäs­serung spart Wasser und ver­bes­sert Ernte­erträge. Dafür ist aber eine verlässliche Energie­versorgung er­for­der­lich, die bei­spiels­weise über Biomasse der Ernte­abfälle erzeugt werden kann", so Niebel.



Staats­sekre­tär Beerfeltz zeigte sich von dem En­gage­ment der Zivil­ge­sell­schaft auch bei dem Gipfel beeindruckt: "Diese Energie und Kreativität brauchen wir, denn wir benötigen neue in­ter­na­ti­o­nale Allianzen, um eine nach­hal­tige Ent­wick­lung zu erreichen. Sowohl die Zivil­ge­sell­schaft als auch die Wirtschaft haben viel zu bieten. Die Staaten können eine nach­hal­tige Ent­wick­lung nicht alleine in Gang setzen. Das gelingt nur, wenn die Mehrheit der Menschen und Initiativen sich diesem Ziel verschreibt", sagte der Staats­sekre­tär vor dem letzten Konferenztag.

Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Niebel reist heute von Brasilien weiter nach Paraguay und wird dort Projekte der deutsch-paraguayischen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit besuchen und politische Gespräche führen.


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Datum: 22.06.2012 - 18:15 Uhr
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