Südwest Presse: KOMMENTAR zum HAUSHALT
Ausgabe vom 26.06.2012
ID: 666796
Ausgabe vom 26.06.2012 Morgen soll das Bundeskabinett den Entwurf
des Haushalts 2013 absegnen. Doch Finanzminister Wolfgang Schäuble
müsste eigentlich jetzt schon nachbessern. Denn die Regierung hat den
Ländern die Zustimmung zum Fiskalpakt mit millionenschweren Zusagen
abgekauft, die erst noch finanziert sein wollen. Allerdings geht es
2013 um überschaubare Summen. 1,2 Milliarden Euro sind zwar viel
Geld. Aber gemessen an den geplanten Gesamtausgaben von über 302
Milliarden Euro sind es doch nur wenige Promille. Das holt der
Haushaltsausschuss des Bundestags erfahrungsgemäß problemlos bei
seinen Etatberatungen heraus. Zumindest die 580 Millionen Euro für
den Ausbau der Krippenplätze sind auch gut angelegt. Wobei immer
wieder die Gewissheit erstaunt, mit der die Politik die Zahl der
erforderlichen Plätze angibt, wenn ab August 2013 ein Rechtsanspruch
besteht. Und wenn die Nachfrage größer ist? Anders sieht es mit den
Eingliederungshilfen für Behinderte aus. Da erwarten die Länder eine
Entlastung um mindestens vier Milliarden Euro. Allerdings muss
darüber erst noch verhandelt werden - in der nächsten
Legislaturperiode des Bundestags. Da noch nichts konkretes feststeht,
muss dies Schäuble in seiner mittelfristigen Finanzplanung nicht
berücksichtigen. Trotzdem klingt es verdächtig nach dem Prinzip: Nach
uns die Sintflut. Soll doch die nächste Regierung sehen, wie sie die
Zusagen bewältigt.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.06.2012 - 19:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 666796
Anzahl Zeichen: 1714
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 296 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: KOMMENTAR zum HAUSHALT
Ausgabe vom 26.06.2012"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Neues Deutschland: Schäuble, Wagenknecht und die Referenden: Volkes Stimme ...
Wolfgang Schäuble will das Volk abstimmen lassen - über ein neues Grundgesetz, das den Erfordernissen der EU gerecht wird. Sahra Wagenknecht will ebenfalls das Volk abstimmen lassen - über den Fiskalpakt, der demnächst auf EU-Ebene gelten soll. Was sich ähnlich anhört, ist doch grundverschi
LVZ: CDU/CSU-Fraktionsvize: Deutschlandbonds sind nicht vereinbart / Keine Haftungsgemeinschaft - weder in Europa noch in Deutschland ...
In der Union gibt es Widerstand gegen öffentlich kommunizierte Verabredungen zwischen Bund und Ländern zum Fiskalpakt. Der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende und sächsische CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer widersprach entschieden der Ansicht, dass es nun zu Deutschlandbonds k
Neue OZ: Kommentar zu Hochspannungsleitungen ...
Jetzt sind Pioniere gefragt Per Internetbotschaft lässt die Kanzlerin die Katze aus dem Sack. Angela Merkels Vorstoß für Hochspannungsleitungen zeigt vor allem eins: Aus Angst vor einem Scheitern der Energiewende steht die Regierung derart unter Strom, dass sie beim Ausbau der Trassen ver
Neue OZ: Kommentar zu Fiskalpakt ...
Gut verkauft Die Chance auf ausgeglichene Haushalte und strenge Schuldenbremsen in Deutschland steigt, nachdem der Bund gestern eine entscheidende Hürde übersprungen hat. Denn nun wollen auch die Länder für den Fiskalpakt stimmen. Zweifellos verliefen die Verhandlungen nicht wie auf einem




