Rheinische Post: Bahn muss handeln
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Negativschlagzeilen. Die Zugbrände in Essen und Aachen innerhalb
weniger Tage werfen kein gutes Licht auf den Konzern. Zigtausende
kamen durch die Zwischenfälle zu spät zur Arbeit, weil Bahnen
erheblich verspätet oder gar nicht fuhren. An vielen Bahnhöfen gab es
keine Informationen über die Dauer der Verspätungen und der Ausfälle
- die Pendler wurden mal wieder alleine gelassen. Auch wenn die
zeitliche Nähe der Brände Zufall gewesen sein mag, legen diese
dennoch offen, wie verwundbar das Netz der Bahn in NRW ist. Kommt es
nur auf einer Linie - wie in Aachen - zu einem größeren Zwischenfall,
bricht gleich das ganze Nahverkehrssystem im Großraum um die
Unfallstelle zusammen. Dabei ist gerade ein hochmodernes Land wie NRW
auf zuverlässige Mobilität angewiesen. Bund, Land und Bahn müssen
endlich reagieren. Die Politik ist gefordert, diesen für Pendler und
Arbeitgeber gleichermaßen unhaltbaren Zustand zu ändern. Es müssen
dringend die erforderlichen finanziellen Mittel bereitgestellt
werden, um das Schienensystem für den Nahverkehr auszubauen.
Ansonsten ist auch der Wirtschafts- und Industriestandort NRW
gefährdet.
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Datum: 25.06.2012 - 20:14 Uhr
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