Freiwilligendienste: Doppelstrukturen abbauen
ID: 667357
Junge Menschen zeigen großes Interesse an Freiwilligendiensten
Im Rahmen einer Landespressekonferenz forderten Weihbischof Thomas Maria Renz und Vertreter katholischer Verbände einen Ausbau der Freiwilligendienste in Baden-Württemberg. Weihbischof Thomas Maria Renz: "Wir erleben ein großes und weiterhin wachsendes Interesse an unseren Freiwilligendiensten, die eine gutes Lern- und Orientierungsangebot für junge Menschen sind. Im katholischen Bereich engagieren sich heute sieben Mal so viele Freiwillige wie vor zehn Jahren. Das würden wir gerne weiter ausbauen. Wir fordern Bund und Land auf, die Förderung so zu gestalten, dass alle Interessierten einen Dienst antreten können und weniger Geld für Bürokratie verwendet wird."
Bilanz zum Bundesfreiwilligendienst
Die Caritasverbände in Baden-Württemberg zeigen sich angesichts der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes genau vor einem Jahr zufrieden über die positive Resonanz. Der Freiburger Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Appel: "Schön, dass so viele Menschen einen Bundesfreiwilligendienst aufnehmen und dass dafür einige Mittel aus dem Zivildienst für die Freiwilligendienste eingesetzt werden. Allerdings hat das für uns Träger zu einer Doppelstruktur mit ungleichen Fördersätzen und einem erheblichen Verwaltungsaufwand geführt. Die Verfahren müssen dringend vereinheitlicht und vereinfacht werden."
Positiv bewertet wird die Möglichkeit, dass auch Menschen, die älter als 27 Jahre alt sind, einen Freiwilligendienst absolvieren können. Bernhard Appel: "Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot für Menschen aus allen Altersgruppen, die sich neu orientieren wollen. Wir müssen aber aufpassen, dass die Grenzen zwischen Ehrenamt und Freiwilligendienst nicht aufgeweicht werden."
Neue Strukturen
Der massive Stellenausbau ist in den beiden Diözesen nur mit neuen Strukturen zu bewältigen. In Rottenburg-Stuttgart wird derzeit eine gemeinnützige GmbH für Freiwilligendienste gegründet. Weihbischof Thomas Maria Renz: "Die Gründung einer eigenen Organisation zeigt, dass der Diözese diese Angebote wichtig sind. Das versetzt uns in die Lage, die kommenden Herausforderungen anzugehen. Zum Beispiel wollen wir die Freiwilligendienste noch stärker für benachteiligte Jugendliche öffnen." In der Erzdiözese Freiburg wurden die Freiwilligendienste beim Diözesan-Caritasverband gebündelt und ausgebaut. Um für Jugendliche vor Ort ansprechbar zu sein, wurden vier Regionalbüros für die Freiwilligendienste gegründet. Der Kurzzeitdienst engagiert plus wurde in die Strukturen integriert.
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Jochen Mack (Öffentlichkeitsarbeit BDKJ-Freiwilligendienste): 0160.966 899 56
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Datum: 26.06.2012 - 12:35 Uhr
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