Schulzeitverkürzung: Bouffier und Beer reden erstmals miteinander - GRÜNE fordern Chaos für Schulen zu beenden
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Schulzeitverkürzung: Bouffier und Beer reden erstmals miteinander - GRÜNE fordern Chaos für Schulen zu beenden
Mit Interesse nimmt die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Kenntnis, dass Ministerpräsident Bouffier (CDU) und Kultusministerin Beer (FDP) sich fast zwei Wochen nach dem ersten Debattenbeitrag des Ministerpräsidenten zur Kehrtwende der Landesregierung bei der Schulzeitverkürzung offenbar über dieses Thema unterhalten haben. Damit spielen DIE GRÜNEN auf eine gemeinsame Pressemitteilung an, in der Bouffier und Beer mitteilen "Alle Gymnasien sollen zum Schuljahresbeginn 2013/2014 die Wahl zwischen G8 und G9 haben".
"Wir begrüßen es, dass sich der Ministerpräsident und die zuständige Ministerin offenbar endlich miteinander über die Sache unterhalten haben. Es ist bedauerlich, dass inzwischen bei Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Schuleitern mit den offenbar zwischen den Koalitionspartnern nicht abgestimmten Äußerungen ein solches Chaos angerichtet wurde", sagt der bildungspolitische Sprecher der GRÜNEN, Mathias Wagner. DIE GRÜNEN erinnern daran, dass Ministerpräsident Bouffier bei dem CDU-Parteitag zu seiner Wiederwahl als Landesvorsitzender von der Schulzeitverkürzung G8 abgerückt war. Kultusministerin Beer hingegen hatte in der Sitzung des zuständigen Ausschusses am vergangenen Donnerstag noch erklärt, sie werde prüfen, während der bildungspolitische Sprecher der CDU, Irmer, bereits erklärt hatte, alle Gymnasien sollten zum Schuljahr 2013/2014 die Wahl zwischen G8 und G9 haben. Und am Samstag hatte dann der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP, Frank Blechschmidt in der FAZ erklärt, dies sei Herrn Irmers Privatmeinung.
"Es entsteht der Eindruck, dass die CDU sich durchgesetzt hat. Wir hoffen auf jeden Fall, dass das Hin und Her zu Lasten der Schulen ein Ende hat. Überzeugt sind wir allerdings bei diesem Chaos, das die Regierung bisher angerichtet hat, nicht. Wir sind dafür, dass die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern die freie Wahl zwischen G8 und G9 haben und wir heißen jeden willkommen, der uns auf diesem Weg folgt. Der Weg muss nur so gestaltet werden, dass er auch begehbar ist. Wir sind gespannt auf das Konzept, das die Kultusministerin Ende September vorlegen will", so Mathias Wagner.
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Datum: 26.06.2012 - 17:19 Uhr
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