Wir brauchen auch in Geschichte Bildungsstandards
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Wir brauchen auch in Geschichte Bildungsstandards
KMK aber auch Familien sind gefordert
Im Auftrag der Bundesregierung haben Forscher der FU Berlin rund 7.000 Neunt- und Zehntklässler aller Schultypen zur jüngeren deutschen Geschichte befragt. Hierzu erklärt der bildungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Rupprecht:
"Hinreichende Geschichtskenntnisse sind die Voraussetzung für den verantwortungsvollen Umgang mit den Bürgerrechten. Nur wer die Geschichte kennt, ist vor linken und rechten Rattenfängern sicher.
Deshalb ist der wertorientierte Geschichtsunterricht im Sinne unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung in den Schulen unverzichtbar. Wir brauchen Bildungsstandards nicht nur in Mathe, Deutsch und Englisch, sondern auch in Geschichte. Die KMK muss hier endlich zu entsprechenden Vereinbarungen kommen. Wer den Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur nicht kennt, verdient weder Abitur, noch den mittleren Schlussabschluss, noch den Hauptschulabschluss.
Aber nicht nur die Schule ist gefordert. Nur 36 Prozent der Jugendlichen beziehen Geschichtswissen aus Gesprächen mit Eltern und Verwandten. Das ist viel zu wenig.Die Jugendlichen sollten erfahren dürfen, wie ihre Großeltern als Kinder die Bombennächte im letzten Krieg erlebt haben oder wie ihren Eltern das Studium verweigert wurde, weil sie sich als Jugendliche abfällig über die DDR-Führung geäußert hatten. Wir alle sind gefordert. Nur wenn unsere Kinder die Geschichte kennen, können sie daraus lernen." Hintergrund:
Im Auftrag der Bundesregierung und mit Unterstützung der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben die Forscher rund 7.000 Neunt- und Zehntklässler aller Schultypen zur jüngeren deutschen Geschichte befragt. Bei der Untersuchung wurden das Systemverständnis und der Wissensstand der jeweiligen Abschlussklassen zum Nationalsozialismus, zur DDR sowie zur Bundesrepublik vor und nach der Wiedervereinigung überprüft. Insgesamt haben sich im Vergleich zu einer früheren Befragung die Geschichtskenntnisse in allen Bereichen verbessert. Allerdings wissen immer noch knapp 40 Prozent der Befragten nicht, dass die Bundesrepublik nach der Wiedervereinigung eine Demokratie ist. Für ein Viertel war der Nationalsozialismus keine Diktatur, für 30 Prozent war die DDR keine Diktatur.
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Datum: 28.06.2012 - 18:15 Uhr
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