WAZ: Vertuschen statt aufklären? Kommentar von Miguel Sanches

WAZ: Vertuschen statt aufklären? Kommentar von Miguel Sanches

ID: 669989
(ots) - Heinz Fromm ist kein Betrüger, sondern ein
Betrogener. Denn der Präsident des Verfassungsschutzes wurde im
eigenen Amt getäuscht. Kaum war im November 2011 bekannt geworden,
dass Neonazis aus Thüringen für eine Mordserie verantwortlich waren,
da hat ein Referatsleiter nicht etwa jede Information gesichert,
sondern sieben Akten über Rechtsextremisten vernichtet. Fromm kann
nichts dafür. Aber er trägt die Verantwortung: Seine Behörde führte
ein Eigenleben. Fast so wichtig wie die Verfehlung und die Motive
eines Einzelnen - wollte der Referatsleiter jemanden decken? - ist
die Frage, wie viele im Amt davon wussten, dass der Präsident genarrt
wurde. Eigentlich ist Fromm jetzt untragbar geworden. Aber vielleicht
ist in diesem Einzelfall nicht die Versetzung in den Ruhestand die
Höchststrafe, sondern die Aufklärung der Vertuschung. Denn Fromm ist
bald 64 Jahre, also nahe der Pensionierung. Man muss abwägen, ob ein
Mann, der seine Karriere hinter sich hat, nicht die stärkste
Triebkraft zur Aufklärung hat: seine Ehrenrettung. Jetzt zeigt sich,
dass der Untersuchungsausschuss zur Neonazi-Mordserie seine
Berechtigung hat. Verfassungsschützer Fromm ist überhaupt nur deshalb
der Vertuschung in seiner Behörde auf die Spur gekommen, weil er für
seinen Zeugenauftritt vor den Abgeordneten bestens vorbereitet sein
wollte. Der Ausschuss klopfte auf den Busch und siehe: Man wurde
nervös. Das könnte sich noch oft wiederholen.



Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  WAZ: Einfach an den Wasserhahn. Kommentar von Petra Koruhn Lausitzer Rundschau: Zum CCS-Kompromiss / Ein Gesetz für die Schublade
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.06.2012 - 19:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 669989
Anzahl Zeichen: 1750

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Essen



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 298 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Vertuschen statt aufklären? Kommentar von Miguel Sanches"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Experte des Roten Kreuzes rät: "Alle Kita- und Schulkinder in NRW müssten Selbstschutz lernen" ...
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns

WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16

WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro


Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung


WAZ: Einfach an den Wasserhahn. Kommentar von Petra Koruhn ...
Statt das teure stille Wasser zu trinken, können wir unser Glas auch ohne Gewissensbisse unter den Wasserhahn halten. Können unseren Kindern statt des Qualitäts-Produkts auch frisch Gezapftes in die Nachfüllflasche füllen. Das sagen jedenfalls die Verbraucherschützer. Gut, so etwas hat man

Kölner Stadt-Anzeiger: Designierter CDU-Landeschef Laschet wirft Rot-Grün beim Nichtraucherschutz eine Politik der Umerziehung vor ...
Der designierte Vorsitzende der CDU Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, hat die geplante Verschärfung des Rauchverbots als Politik der "Umerziehung" attackiert. "Es geht der Regierung nicht um Gesundheitsschutz", sagte Laschet dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-A

RNZ: "Versagt" - Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu NSU/Verfassungsschutz ...
Von Sören Sgries Die deutschen Sicherheitsbehörden haben bei den Ermittlungen zur Mordserie an Migranten keine glückliche Figur gemacht. Das ist bekannt. Die Zwickauer Terrorzelle konnte sich viel zu lange darauf verlassen, dass in jede Richtung ermittelt wurde - nur nicht gegen die Neona

Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung Frankfurt (Oder) zu Neonazi-Ermittlungen: ...
Dass BKA-Präsident Zierke schließlich auch noch die "professionelle" Vorgehensweise der Rechtsterroristen zur Entlastung der eigenen Mannschaft anführt, setzt dem Ganzen schlussendlich die Krone auf. Da kann einem tatsächlich angst und bange werden, wenn sich sämtliche deutschen S


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z