Praxisnahe Risikoklassen für Geschlossene Fonds
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Anlegern dürfen nur Kapitalanlageprodukte angeboten werden, die ihrem individuellen Risikoprofil entsprechen. Aus diesem Grund müssen Berater zum Beispiel Investmentfonds oder Aktien in Risikoklassen einteilen. Seit Inkrafttreten des Vermögensanlagengesetzes trifft diese Verpflichtung auch den Vertrieb Geschlossener Fonds. Die Produkte sind unternehmerische Beteiligungen mit der damit verbundenen Möglichkeit eines Kapitalverlusts. In der Praxis sind einige Banken dazu übergegangen, sämtliche Geschlossene Beteiligungen in die Risikoklasse 5 einzustufen. Diese pauschale Einteilung in die höchste Risikoklasse wird den höchst unterschiedlichen Ausprägungen Geschlossener Beteiligungen jedoch nicht gerecht. Scope bietet eine Risikoklassifizierung an, die alle Anforderungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) erfüllt.
Das WpHG verlangt, dass die Risikoklassifizierung für Anleger verständlich, nachvollziehbar und eindeutig sein muss. Zugleich sollte sie sich im Beratungsalltag als praxistauglich erweisen. Scope erfüllt diese Vorgaben, indem auf eine anerkannte und fest etablierte Risikokennziffer – Value at Risk – zurückgegriffen wird. Ausgangspunkt dafür ist die bewährte Rating-Methodik von Scope. Scope bewertet jeden Geschlossenen Fonds im Zuge einer Kapitalfluss-Simulation, bei der bis zu 10.000 unterschiedliche Szenarien und ihre Auswirkungen auf das Fondsergebnis analysiert werden. Die Risikoeinstufung der Fonds erfolgt anhand des erwarteten maximal möglichen Kapitalverlusts in 99 Prozent aller berechneten Szenarien (analog zum Value at Risk).
Die derzeit im Vertrieb befindlichen Fonds werden in die Risikoklassen 3 bis 5 eingeteilt:
- mittleres Risiko (Klasse 3): der maximal mögliche Kapitalverlust in 99 Prozent aller berechneten Szenarien beträgt nicht mehr als 10 Prozent
- hohes Risiko (Klasse 4): der maximal mögliche Kapitalverlust in 99 Prozent aller berechneten Szenarien liegt unter 50 Prozent
- besonders hohes Risiko: (Klasse 5): der maximal mögliche Kapitalverlust in 99 Prozent aller berechneten Szenarien liegt über 50 Prozent
Die Klassen mit dem geringsten Risikoprofil 1 und 2 sind für Geschlossene Fonds nicht adäquat.
Von den aktuell über 100 in Emission befindlichen und von Scope bewerteten Fonds befinden sich derzeit rund 20 Prozent in der Risikoklasse 3. Insgesamt rund 30 Prozent der Fonds entsprechen der Risikoklassifizierung der vierten Klasse. Die Hälfte der Beteiligungen müssen der Risikoklasse 5 zugeordnet werden.
Die Risikoklassen der Fonds in Emission sind unter www.scope.de einsehbar (Fondsname unter Rating Suche eingeben und Sparte Investment Rating anklicken). An gleicher Stelle können auch die WpHG-konformen Investment Analysen heruntergeladen werden.
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Datum: 02.07.2012 - 17:40 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Finanzwesen
Meldungsart: Finanzinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 02.07.2012
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