Düsseldorfer Flughafen setzt auf Wetterprognosen
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Düsseldorfer Flughafen setzt auf Wetterprognosen
Seit Ende 2011 nutzt der Flughafen Düsseldorf eine so genannte Wettervorhersage-Steuerung. Damit kann der Energieverbrauch in Gebäuden deutlich reduziert werden. Im östlichen Zentralgebäude ließ er sich bereits im ersten Quartal 2012 um rund 40 Prozent senken. Nun sollen auch andere Gebäudeteile des Flughafens von der Steuerung profitieren.
Im 9.200 m2 großen Zentralgebäude Ost des Flughafens Düsseldorf ist seit Ende 2011 die Wettervorhersage-Steuerung (WVS) der MeteoViva GmbH installiert, die im Rahmen eines BMWi-geförderten Forschungsprojekts weiterentwickelt und erprobt wurde. Sie soll den Betrieb der Heizungs- und Klimatechnik im sechsgeschossigen Gebäudekomplex dauerhaft optimieren. "Das WVS spart durch einen vorausschauenden Betrieb der Anlagentechnik Energie und sorgt zugleich für ein angenehmes Raumklima", beschreibt Dr. Stefan Hardt, Geschäftsführer bei MeteoViva.
Die Steuerung wertet lokale Wetterdaten und die Speicherfähigkeit des Gebäudes aus, um vorausschauend zu heizen oder zu kühlen. Präzise wird die Entwicklung der Raumtemperatur und der dafür notwendige Energieeinsatz berechnet. Die Wärme, die Personen, Lampen und Computer abgeben, sowie der Sonneneinfluss durch die Fenster werden ebenfalls mit einbezogen. Dazu ermittelt die Software mehrmals täglich die lokalen Wettermessdaten der kommenden Tage per Simulation und sendet sie an ein Steuerungsmodul, das in die Gebäudeleittechnik integriert ist.
"Bereits in den ersten vier Monaten nach Inbetriebnahme des Systems konnte der Flughafen Düsseldorf die Energiekosten für das Zentralgebäude Ost um 39 Prozent reduzieren. Und das, obwohl das Gebäude bereits mit moderner Klimatechnik ausgestattet ist", berichtet Ralf Mobers, verantwortlicher Sachgebietsleiter der Versorgungstechnik bei der Flughafen Düsseldorf GmbH.
Im Jahresmittel will die Flughafengesellschaft zusammen mit MeteoViva den Energieverbrauch des Gebäudekomplexes um mehr als 20 Prozent reduzieren. Bereits bei einem Bestandsgebäude des Finanzamtszentrums Aachen reduzierten sich die Kosten um 18 Prozent. Beim Krefelder ICE-Werk der Deutschen Bahn gingen die jährlichen Energiekosten sogar um 41 Prozent zurück. Aktuell prüft der Flughafen Düsseldorf, die WVS auch in weiteren Gebäudeteilen einzusetzen.
Hintergrund zur Wettervorhersage-Steuerung
Das BINE-Projektinfo "Wenn Wetterprognosen die Heizung steuern" (14/2011) beschreibt das System eingehend. In drei Verwaltungsgebäuden in Nordrhein-Westfalen wird noch bis Herbst 2012 die so genannte "Wettervorhersage-Steuerung" erprobt; diese optimiert unter anderem auf Grundlage eines thermodynamischen Rechenmodells und lokaler Wetterprognosedaten den Betrieb der Heizungsanlage. Das soll ein ideales Raumklima schaffen und die Betriebskosten dauerhaft senken.
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Datum: 04.07.2012 - 14:15 Uhr
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