Weser-Kurier: Kommentar zum deutsch-französischen Treffen

Weser-Kurier: Kommentar zum deutsch-französischen Treffen

ID: 676079
(ots) - War da was? Keine zehn Tage ist der EU-Krisengipfel
in Brüssel her, doch wer in Reims nach Anzeichen von Spannungen
zwischen Frankreichs Präsident François Hollande und Bundeskanzlerin
Angela Merkel suchte, wurde enttäuscht. Die Veranstaltung zum 50.
Jahrestag der deutsch-französischen Aussöhnung sollte nicht der
Moment für Differenzen werden, sondern einzig und allein Harmonie
transportieren und an die historische Leistung der Visionäre Adenauer
und de Gaulle erinnern, die Erbfeindschaft der beiden Völker zu
überwinden. Das Symbol ist gelungen. Sogar zu einer Umarmung mitsamt
Küsschen ließ sich das neue deutsch-französische Duo hinreißen. Dies
wirkte so spontan, dass es fast zuversichtlich stimmt, auch wenn es
hinter den Kulissen noch knirscht. Doch seit der französische
Präsident von der Last des Wahlkampfs befreit ist und auf dem
Brüsseler Gipfel in Sachen Eurobonds zurücksteckte, während die
Bundeskanzlerin, wenn auch zähneknirschend, Zugeständnisse in Sachen
Euro-Rettung machte, wirkt das Duo Merkel-Hollande ohnehin
entspannter. So bleibt die Hoffnung, dass das Symbol des gemeinsamen
Gedenkens dazu beitragen könnte, das Verständnis auch in anderen
entscheidenden Fragen voranzutreiben. Zumal der Elysée-Vertrag, mit
dem Adenauer und de Gaulle die in Reims eingeleitete Aussöhnung wenig
später besiegelten, beiden Ländern auch politisch einen derart engen
Austausch aufzwingt, dass Berlin und Paris - auch wenn sie
verschiedener Ansicht sind - gar nicht umhin können, als miteinander
zu sprechen und letztlich einen gemeinsamen Nenner zu finden. Der
Zwang zur Kompromisssuche ist ohnehin die eigentliche Errungenschaft
des Vertrags und hat bisher noch bei allen
Kanzler-Präsidenten-Tandems geklappt. Auch bei denen, wo das
persönliche Verhältnis anfangs frostig war - wie bei Merkel und
Hollande. War da was?





Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Schwäbische Zeitung: Sieg nach Punkten - Leitartikel Weser-Kurier: Kommentar zu Gaucks Appell an die Kanzlerin
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.07.2012 - 22:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 676079
Anzahl Zeichen: 2203

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Bremen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 281 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier: Kommentar zum deutsch-französischen Treffen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Weser-Kurier (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Stiglitz lobt deutsches Sondervermögen ...
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d

Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass

Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si


Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier


Weser-Kurier: Kommentar zu Gaucks Appell an die Kanzlerin ...
Selbstverständlich hat er recht, der Bundespräsident. Allerdings ist das weniger bemerkenswert als populistisch. Politische Entscheidungen sollten den Bürgern erklärt werden. Soso. Das nennt man gemeinhin eine Binsenweisheit, die zwar weitgehend unbeachtet bleibt, aber für jedes politische

Schwäbische Zeitung: Sieg nach Punkten - Leitartikel ...
Die Spannung und vielleicht auch Dramatik bei der Wahl von Andreas Schockenhoff zum Bundestag-Direktkandidaten des Kreises Ravensburg mögen viele mit örtlichen Besonderheiten erklären, sie ist aber auch Ausdruck der allgemeinen Verunsicherung der CDU-Basis über den Kurs von Kanzlerin Angela M

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum neuen Meldegesetz ...
Auch wenn die meisten Kommunen bis zum Hals im Schuldensumpf stecken - ein erleichterter Handel mit Adressdaten, wie er jetzt Gesetz werden soll, geht entschieden zu weit. So darf keine Stadt oder Gemeinde ihre Kasse auffüllen. Hier werden Persönlichkeitsrechte mit Füßen getreten. Zudem liegt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Gauck und Merkel ...
Dass der Sommer bisher nicht halten konnte, was wir uns von ihm versprochen haben, ist nicht dem Fernsehen anzulasten. Dass die öffentlich-rechtlichen Sender uns mit Sommerinterviews beglücken, dagegen schon. Den Anfang machte gestern Bundespräsident Joachim Gauck im ZDF - wohl sehr zum Ärge


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z