Kessler-Zwillinge: Frauenbewegung brauchten wir nicht / Walter Janson fragt: "Wie geht's eigentlich ...? / Montag, 30. Juli, 23 Uhr im SWR Fernsehen
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das ist unser Leben", erzählt lachend Alice Kessler. Bei uns hat die
eine immer auf die andere aufgepasst", so ihre Schwester Ellen, "wir
waren nie allein. Das ist der Vorteil eines Zwillingslebens." "Leider
ist es auch der Nachteil", fügt Alice Kessler hinzu: "Man wird immer
nur als Zwilling wahrgenommen." Am Montag, 30. Juli, ab 23 Uhr sind
die Kessler-Zwillinge in einer Folge der Sendung "Wie geht's
eigentlich ...?" mit Moderator Walter Janson zu sehen.
Darin sprechen die Kessler-Zwillinge auch über die
Emanzipationsbewegung: "Als die große Frauenbewegung anfing,
brauchten wir sie nicht. Denn durch unseren Beruf hatten wir Erfolg
und unser eigenes Geld. Wir mussten dafür nicht kämpfen. Wir hatten
unsere Unabhängigkeit [...]. In unserem Unterbewusstsein war uns das
wohl immer wichtig. Denn unsere Mutter hat sehr unter unserem Vater
gelitten", so Alice und Ellen Kessler.
Alice und Ellen Kessler wurden am 20. August 1936 in Nerchau in
Sachsen geboren. Schon als Sechsjährige schickte der Vater die beiden
begabten Mädchen in eine Ballettschule. Unmittelbar nach dem Zweiten
Weltkrieg traten sie zum ersten Mal im Düsseldorfer "Palladium" auf,
einem großen Revuetheater. Dort wurden sie für das "Lido" in Paris
entdeckt, was den Beginn ihrer Weltkarriere bedeutete.
Schnell wurde ihr Name "Kessler-Zwillinge" zum Markenzeichen für
brillant-synchrone Tanzkunst im Revuestil. Selbst in Amerika feierten
sie Erfolge bei Auftritten mit Frank Sinatra, Dean Martin und
anderen. Noch heute, im Alter von 75 Jahren, tanzen und singen Alice
und Ellen Kessler für ihr Leben gern.
Film für Rezensionszwecke unter www.presseportal.SWR.de und DVD
auf Anfrage. Fotos unter www.ARD-foto.de.
Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger, Tel 06131/929-32755,
sibylle.schreckenberger@SWR.de.
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Datum: 19.07.2012 - 11:34 Uhr
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