Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Spanien im Sog der Eurokrise Das Vertrauen ist dahin RALPH

Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Spanien im Sog der Eurokrise
Das Vertrauen ist dahin
RALPH SCHULZE, MADRID

ID: 688662
(ots) - Es scheint wie ein Kampf gegen Windmühlenflügel:
Das Euro-Schuldenland Spanien beschließt immer neue Sparprogramme,
Europa stützt marode spanische Banken mit Milliarden, aber das
spanische Königreich kommt nicht aus dem Tal. Die Reformen bleiben
wirkungslos, das Krisenland treibt anscheinend unaufhaltsam auf die
Staatspleite zu. Nun kommt ein weiterer Risikofaktor hinzu: der
Volkszorn, den die Regierung mit ihrem immer schärferen Sparkurs
weckt, weil er harte Kürzungen und happige Steuererhöhungen mit sich
bringt. Der Sparzwang treibt im Land der Massenarbeitslosigkeit und
wachsenden Armut immer mehr Menschen in die Not. Fast jeden Tag gibt
es irgendwo Proteste, Streiks und Straßenschlachten mit der Polizei.
Jetzt rächt sich, dass der konservative Regierungschef Mariano Rajoy,
der Ende 2011 als Retter der Nation antrat, den Menschen damals nicht
die Wahrheit sagte. Dass er ihnen Hoffnung auf Besserung machte, die
er jetzt nicht erfüllen kann. Das Vertrauen vieler Spanier ist dahin.
Mit Zögern und Zaudern sind nationale Krisen eben nicht zu lösen.
Monatelang überhörte Rajoy Forderungen der EU, wichtige Reformen
anzupacken, neue Sparpakete zu schnüren, die marode Bankenbranche zu
sanieren. Er musste von EU und Internationalem Währungsfonds fast
genötigt werden, endlich unbequeme, aber notwendige Entscheidungen zu
treffen. Vor dem drohenden Staatsbankrott muss Spanien unter den
Euro-Rettungsschirm schlüpfen. Denn die wachsende Unsicherheit
schadet der Euro-Stabilität. Die Beispiele Portugals und Irlands
belegen, dass Rettungskredite und Reformen Erfolge bringen können,
wenn die Regierungen durchgreifen und mit Brüssel eng
zusammenarbeiten. Dies zeigt auch: Die Euro-Retter sind nicht so
schlecht wie ihr Ruf.



Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271


nachrichten@neue-westfaelische.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Krieg in Syrien
Die Gefahr bannen
BERNHARD HÄNEL Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Zwangsbehandlung von Psychiatrie-Patienten
Das letzte Mittel
HUBERTUS GÄRTNER
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.07.2012 - 19:33 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 688662
Anzahl Zeichen: 2073

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Bielefeld



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 304 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR
Spanien im Sog der Eurokrise
Das Vertrauen ist dahin
RALPH SCHULZE, MADRID
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Höhe der Rente hängt auch vom Wohnort ab ...
Die Höhe der Rente unterscheidet sich in NRW von Wohnregion zu Wohnregion teils erheblich. Bei Männern macht es im Jahr einen Unterschied von 5.000 Euro aus, ob sie in Münster (1.185 Euro/Monat) oder im Rhein-Erft-Kreis (1.591 Euro/Monat) leben. Frauen in Gelsenkirchen (818 Euro) bekommen im Jahr

Hunderte Verstöße gegen Spritpreisregel in NRW bleiben folgenlos - ADAC kritisiert "zahnlosen Tiger" ...
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar

Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich


Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)


Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Zwangsbehandlung von Psychiatrie-Patienten Das letzte Mittel HUBERTUS GÄRTNER ...
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sein Recht auf körperliche Unversehrtheit steht ebenfalls in der Verfassung. Deshalb ist es zu begrüßen und juristisch einwandfrei, dass der Bundesgerichtshof die sogenannte Zwangsmedikation bei unter Betreuung stehenden Patienten als unzulässig quali

Mitteldeutsche Zeitung: zu Leopoldina und Bioenergie ...
20 Wissenschaftler haben das Thema von allen Seiten abgeklopft und kommen zu dem Schluss, dass Bioenergie in Deutschland wohl auf absehbare Zeit, keinen nennenswerten Beitrag zur Energiewende leisten kann. Schlimmer noch, sie warnen vor den ökologischen und sozialen Folgen, wenn Lebensmittel v

Mitteldeutsche Zeitung: zu Olympia ...
Auch ohne die Details zu kennen, darf man die Eröffnungsparade heute Abend zum Anlass nehmen, die immer wiederkehrende Frage nach dem Selbstverständnis der Olympischen Bewegung zu stellen. Die Deutsche Presse Agentur hat errechnet, dass das Internationale Olympische Komitee IOC mit den Winters

Südwest Presse: KOMMENTAR · FIXIERUNG ...
Die Überprüfung zählt Der Bundesgerichtshof hat der unbegrenzten Fixierung von Heimbewohnern einen Riegel vorgeschoben. Ein solch schwerwiegender Eingriff in die Grundrechte eines Menschen muss künftig zwingend von einem Gericht gebilligt werden. Die Zustimmung Angehöriger reicht nicht


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z