RNZ: Unsinnig - Kommentar zu Verkaufstrainings für IGeL-Leistungen
ID: 690398
Niedergelassene Mediziner befinden sich stets in einem
Spannungsverhältnis. Einerseits sind sie Selbstständige, die mit
ihrer Praxis Gewinne erwirtschaften müssen. Andererseits dürfen sie
das Vertrauen ihrer Patienten und deren Sorge um die eigene
Gesundheit nicht zur Geschäftemacherei missbrauchen. Die sogenannten
IGeL-Leistungen befinden sich hier in einer Grauzone. Ihr
medizinischer Nutzen ist in vielen Fällen umstritten, mitunter gelten
sie sogar als gesundheitsschädlich. Ihr wirtschaftlicher Nutzen steht
hingegen außer Frage: Fast 1,5 Milliarden Euro pro Jahr setzen
deutsche Ärzte mit diesen Leistungen um. Eines besonderen
Verkaufstalents bedarf es dazu in der Regel nicht. Da die Patienten
meist nicht einschätzen können, ob eine Zusatzleistung für sie
sinnvoll ist oder nicht, werden sie auf den Rat des Arztes hören. Die
Mediziner müssen daher wissen, wem eine Behandlung tatsächlich hilft
- und nicht, wie man sie am besten verkauft. Derartige Schulungen
sind nicht nur unsinnig, sondern sogar kontraproduktiv, weil sie das
Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patienten belasten. Es kann
daher erst recht nicht Aufgabe der Regierung sein, solche
Verkaufstrainings auch noch finanziell zu fördern.
Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 30.07.2012 - 19:57 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 690398
Anzahl Zeichen: 1519
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Heidelberg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 263 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"RNZ: Unsinnig - Kommentar zu Verkaufstrainings für IGeL-Leistungen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rhein-Neckar-Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Deutschland ist für Netflix, Disney und Co. ein lukrativer Markt. Dass solche Streamingriesen nun auch einen Teil ihres Umsatzes hier investieren sollen, ist nur folgerichtig. Zu attraktiv sind aggressive Steueranreize und Produktionsrabatte in Ländern wie Ungarn. Die vom Bundeskabinett beschlosse
"Rhein-Neckar-Zeitung" (Heidelberg) zum Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsweisen ...
Die Wirtschaftsweisen haben der Bundesregierung im Grunde genommen einen Gefallen getan. Mit ihrem desillusionierenden Frühjahrsgutachten haben sie am Mittwoch tiefgreifenden Reformen der Sozialversicherungen die Kulisse bereitet. Die Aussagen der Topökonomen sind zugleich verbale Ohrfeigen für U
"Rhein-Neckar-Zeitung" zur Pflege ...
Keine Kinder, keine Zukunft - diese einfache und zugleich erbarmungslose Formel gilt für unsere gesetzlichen Sozialsysteme. Ob Renten-, Kranken- oder Pflegekassen: sie alle zehren mit ihrem Umlagesystem davon, dass eine jüngere Generation nachfolgen wird, um die vorangegangene sozial aufzufangen.
Weitere Mitteilungen von Rhein-Neckar-Zeitung
NRZ: Belastetes Verhältnis - Kommentar zu IGeL-Schulungen von Daniel Freudenreich ...
Es kann nicht sein, dass die Regierung Steuergelder ausgibt, um Marketingseminare für Ärzte zu fördern. Erst recht nicht, um den Verkauf von Individuellen Leistungen (IGeL) anzukurbeln. Schon heute erleben Patienten zwar nicht bei jedem Mediziner, aber doch immer wieder, dass man ihnen Leistung
Mitteldeutsche Zeitung: zu Solar-Hersteller Sovello ...
Es ist richtig, dass die sachsen-anhaltische Landesregierung Sovello kein frisches Geld gibt, wenn ein tragfähiges Sanierungskonzept fehlt. Doch als einer der größten Gläubiger zieht das Land reichlich spät die Notbremse. Es stellt sich die Frage, warum das Wirtschaftsministerium nicht eher
Mitteldeutsche Zeitung: zu Russland ...
Der Präsident weiß, dass er nicht mehr der Hoffnungsträger des Jahres 2000 ist, der das Chaos der Jelzin-Ära beseitigt. Die Gesellschaft hat sich gewandelt - die Mittelschicht tritt selbstbewusst auf. Junge Leute trauen den staatlichen Medien nicht mehr. Sie tauschen sich über bisher
Allg. Zeitung Mainz: Holzhammer / Kommentar zu Junckers Zorn ...
Kaum weilt der Bundesfinanzminister im Urlaub auf Sylt, verliert sein wichtigster Gesprächspartner in Euroland, Jean-Claude Juncker, die Geduld mit der deutschen Politik. Dabei ist er nicht zimperlich, was naturgemäß zu ähnlich starken Worten bei denen führt, die Juncker aufs Korn nimmt. WÃ




