Weser-Kurier: Zur Euro-Krise schreibt der Bremer "Weser-Kurier" in seiner Ausgabe vom 3. August 2012:
ID: 693131
seiner vollmundigen Ankündigung, "alles zu tun" um die Lage zu
stabilisieren, nicht das Signal zum unbegrenzten Fluten der Märkte
geben. Das verwundert nicht, denn der EZB-Chef kann ohne ein Okay aus
Deutschland die Geldhähne nicht bis zum Anschlag aufdrehen. Und
Angela Merkel muss auf den Segen des Bundesverfassungsgerichts
warten, das erst am 12. September über die Klagen gegen Fiskalpakt
und ESM-Fonds entscheidet. So relativiert sich auch die Missstimmung
der vergangenen Tage. Die schwammige gemeinsame Erklärung von Merkel
und Frankreichs Präsident François Hollande, das Herumgeeiere von
Finanzminister Wolfgang Schäuble. Vermutlich sollte einmal mehr alles
der Beruhigung der Märkte dienen. Die ist europäischen
Spitzenpolitikern und Eurobänkern gewissermaßen ans Herz gewachsen.
Doch was dann häufig gesagt wird, verunsichert wiederum die Bürger.
Wenn rote Linie gezogen werden, um sie bei nächster Gelegenheit zu
überschreiten, wenn die Summen von Rettungsfonds trickreich gehebelt
werden (damit auch die Haftung für die Steuerzahler) und wenn die EZB
mit Plänen liebäugelt, mit der sie ihre eigentliche Aufgabe
(Sicherung der Geldwertstabilität) untergräbt - dann weckt das kein
Vertrauen in die Zukunft der Gemeinschaftswährung und in europäische
Politik. Der Immobilienmarkt boomt, Handwerker haben volle
Auftragsbücher, die Deutschen kaufen, was das Zeug hält. Die
Verunsicherung ist groß, auch weil ein überzeugender Masterplan zur
Bekämpfung der Krise nicht zu erkennen ist. Fast jeder Zweite hat im
ARD-Sonntagstrend eingeräumt, bei diesem Thema nicht mehr
durchzublicken. Zieht man von den verbleibenden 50 Prozent noch
diejenigen ab, die bis hin zur Aufstellung der
Fußball-Nationalmannschaft sowieso alles besser wissen, sind das
erschreckende Zahlen. Auch viele Bundestagsabgeordnete wagen keine
Prognose, welch Ungemach noch auf uns Steuerzahler zukommen mag. Nur
eines scheint gewiss: Egal, wie die Eurokrise gelöst wird, falls sie
gelöst wird - teuer wird es allemal.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.08.2012 - 21:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 693131
Anzahl Zeichen: 2440
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 280 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier: Zur Euro-Krise schreibt der Bremer "Weser-Kurier" in seiner Ausgabe vom 3. August 2012:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d
Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
Mittelbayerische Zeitung: Europäischer Herbst Der Euro ist in Not. Doch die Retter erwecken nicht den Eindruck, als hätten sie alles unter Kontrolle. Leitartikel von Patricia Dudeck ...
Stellen sie sich vor, es ist Eurokrise und Brüssel macht Urlaub - wie immer im August. Doch die Finanzmakler spekulieren weiter und verlangen von Spanien und Italien hohe Zinsen samt Risikoaufschlag für frisches Geld. Die ewige Unsicherheit, ob Griechenland den Euro behält, schreckt Investore
Mittelbayerische Zeitung: Macht und Moral Kommentar zu Syrien ...
Es ist keine Überraschung, dass die USA die syrischen Rebellen unterstützen. Alles andere wäre unlogisch angesichts des Selbstverständnisses der USA, in deren Außenpolitik sich idealistische Triebfedern stets mit dem Streben nach Macht und Einfluss vermischen. Warum auch sollten die Amerika
Weser-Kurier: Zum Syrien-konflikt schreibt der "Weser-Kurier" in seiner Ausgabe vom 3. August 2012: ...
Kofi Annans Rücktritt als Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen für Syrien war mehr als überfällig. Seine Mission scheiterte bereits vor Wochen und diente zuletzt nur noch als diplomatisches Feigenblatt, die Scham des Wegschauens bei der blutigen Metzelei zu verdecken. Damit wird es nun
Berliner Zeitung: Kommentar zur Unterstützung der syrischen Opposition durch den CIA ...
etzt ist es offiziell: Obama hat die CIA beauftragt, den syrischen Rebellen Funkgeräte, Medizin und Geld zu liefern. Auch wenn man dem US-Geheimdienst sonst nicht über den Weg trauen mag, diesmal handelt er richtig. Solange Russland, China und der Iran das mörderische Regime in Damaskus stüt




