Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen / Commerzbank
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Vor rund vier Jahren musste der Steuerzahler die Commerzbank vor
der Pleite retten. Die Aktion ist auch aus heutiger Sicht richtig.
Der Untergang von Deutschlands zweitgrößtem Geldhaus hätte Risiken
für die gesamte Finanzbranche bedeutet, die nicht zu verantworten
waren. Umso schlimmer, dass sich die Perspektive des Geldhauses auch
heute nicht besser darstellt. Im Gegenteil. Die Lage spitzt sich
gefährlich zu. Man muss schon lange suchen, um im Commerzbank-Konzern
überhaupt noch einen hell leuchtenden Stern zu finden. Die
Online-Tochter Comdirect gehört zweifellos dazu. Aber das war's auch
schon weitgehend.
Das Investmentbanking schwächelt. Hinzu kommen herbe Verluste aus
dem Immobilien- und Schiffsgeschäft, die sich ein Geldhaus, das
dermaßen angeschlagen ist wie die Commerzbank, eigentlich nicht
leisten kann. Die schlimmste Entwicklung aber ist, dass jetzt auch
noch das Privatkundengeschäft der Commerzbank einbricht.
Ausgerechnet! Um dieses Standbein zu stärken, hatte die Commerzbank
vor vier Jahren die Dresdner Bank übernommen. Der Brocken erwies sich
nach Ausbruch der Finanzkrise aber als zu groß. Erst die Übernahme
der Dresdner Bank machte die staatliche Rettungsaktion für die
Commerzbank überhaupt notwendig, und zumindest bis heute sind keine
positiven Effekte des Zukaufs erkennbar.
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Datum: 09.08.2012 - 22:00 Uhr
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