Neues Deutschland: zum Fall Assange: Schweden ist am Zug
ID: 702607
Vorabmeldungen hat der Wikileaks-Mitgründer bei seiner Rede vom
»sicheren« Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London keine
Fingerzeige geliefert, wie er sich einen Ausweg aus der vertrackten
Kiste vorstellen kann. Indes hat er früher schon mehrfach betont,
dass er sich durchaus den Fragen der schwedischen Staatsanwälte zu
stellen bereit ist, in London oder per Videokonferenz eh, aber auch
in Schweden - vorausgesetzt, es gibt die Garantie, nicht in die USA
ausgeliefert zu werden. So verständlich es ist, dass sich Schwedens
Staatsanwälte nicht dazu herablassen, zum Assange-Seeing nach London
zu reisen und ihn dort zu verhören, so unverständlich ist, dass sie
die Garantie, ihn nicht in die USA auszuliefern, verweigern.
Schließlich sind politische Prozesse dort keine Seltenheit, die Liste
reicht von Abu Jamal über Leonard Peltier bis hin zu den Cuban Five -
vom Vollzug von Todesstrafen an geistig Minderbemittelten ganz
abgesehen. Rechtsstaatlichen Standards wie sie innerhalb der EU im
Prinzip hochgehalten werden, genügt die USA-Justiz keinesfalls. Die
Vorwürfe gegen Assange aus Schweden sind fraglos juristisch zu
klären. Doch die Voraussetzungen dafür zu schaffen, ist Aufgabe
Schwedens, wenn nicht gleich der ganzen EU. Wer nicht umstandslos
klar macht, dass er nicht bereit ist, mit der US-Justiz zu
kooperieren, zeigt, dass ihm im Zweifel nicht viel an
Rechtsstaatlichkeit liegt. Schweden ist am Zug.
Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1721
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.08.2012 - 18:19 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 702607
Anzahl Zeichen: 1746
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 365 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neues Deutschland: zum Fall Assange: Schweden ist am Zug"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neues Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von Neues Deutschland
Weser-Kurier: Zum Pussy-Riot-Urteil schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 18. August: ...
Seine dritte Amtszeit als Präsident nutzt Putin gnadenlos, um seine Form von Gleichheit zu schaffen, die "Gleichheit vor seiner Willkür", wie es ein russischer Politologe nennt. Das Gesetz, so lehrt unter anderem auch dieser Schauprozess wieder, schützt die Menschen in Russland nich
Westfalen-Blatt: zum Thema Pussy Riot: ...
»Herr Gott, mach, dass dieser Diktator verschwindet!« Wie viele Unterdrückte stoßen täglich diesen Ruf aus! Die meisten tun es heimlich. Spektakuläre Aktionen wie der der Punkband Pussy Riot sind selten - und gerade deshalb für Regime wie die Wladimir Putins gefährlich. Der russische Sta
WAZ: Armes Russland. Kommentar von Gudrun Büscher ...
Man könnte den 50-Sekunden-Spot der Pussy Riots als genialen PR-Coup beschreiben. Schließlich hat er drei völlig unbegabte Musikerinnen, die selbst den Punk vergeigen, über Nacht weltberühmt gemacht. Als Väter des Erfolgs dürften sich zwei mächtige Männer die Hände reichen: Putin und de
BERLINER MORGENPOST: Jochim Stoltenberg zum Schuldspruch gegen die Sängerinnen von Pussy Riot ...
Wladimir Putin und das von ihm gelenkte russische System haben ihr wahres Gesicht gezeigt. Der Schuldspruch gegen die drei Sängerinnen der Punkband Pussy Riot zeugt davon, dass Meinungsfreiheit als verbrieftes Menschenrecht in Putins Reich nichts gilt. Rechtsstaat und Demokratie, in Russland ohn




