Greenpeace-Report: Vier Schritte zum 3-Liter-Golf / Umweltschützer definieren Erwartungen an neuen

Greenpeace-Report: Vier Schritte zum 3-Liter-Golf / Umweltschützer definieren Erwartungen an neuen VW-Golf

ID: 702716
(ots) - Volkswagen könnte den nächsten Golf als ein echtes
3-Liter-Auto präsentieren. Das ist das Ergebnis eines Reports, den
die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace heute anlässlich
der nahenden Einführung des Golf 7 veröffentlicht.
(http://gpurl.de/Golf_Report) "Die Golf 7-Flotte wird während ihrer
Nutzungsdauer voraussichtlich über 150 Millionen Tonnen
klimaschädliches CO2 ausstoßen. Sollte der Verbrauch deutlich über 3
Liter liegen, bleibt VW wieder einmal hinter seinen technischen
Möglichkeiten zurück und wird seiner Verantwortung für den
Klimaschutz nicht gerecht", sagt Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte
von Greenpeace.

Technisches Potenzial des Basismodells: Diesel 2,9 Liter; Benziner
3,4 Liter

Die Greenpeace-Berechnungen basieren auf dem jeweils sparsamsten
Golf 6-Modell in der Benzin- und Dieselvariante. Der Weg zum 3-Liter
Auto führt über vier einfache technische Verbesserungen bei: Gewicht,
Luftwiderstand, Rollwiderstand und Antrieb. Die Kalkulation
berücksichtigt den Einsatz konventioneller, vorhandener Technik -
ohne Einbußen in Sachen Sicherheit, Komfort und Leistung.

Das Basis- Modell des Golf Diesel sollte bei Einsatz der
vorhandenen Spartechnik laut Greenpeace-Report nicht mehr als 2,9
Liter Sprit pro 100 Kilometer verbrauchen und 75 Gramm CO2 pro
Kilometer ausstoßen. Es wäre damit um etwa 1 Liter bzw. 25 Gramm
effizienter als der aktuell sparsamste Golf VI (3,8 Liter, 99 Gramm).
Das entspräche einer Verbesserung von 25 Prozent.

Der neue Golf Benziner sollte einen Kraftstoffverbrauch von nicht
mehr als 3,4 Liter bei einem Ausstoß von 80 Gramm haben. Damit wäre
er etwa 1,8 Liter bzw. 41 Gramm sparsamer als das derzeitige
entsprechende Golf 6-Modell (5,2 Liter, 121 Gramm). Dies entspräche
einer 34 Prozent höheren Effizienz.



"Wir erwarten, dass VW in seinem wichtigsten Modell die
jahrzehntelangen Ankündigungen endlich umsetzt und als Minimum seine
vorhandene Spartechnik in alle Fahrzeuge einbaut. Schon damit würde
die Golf 7-Flotte in ihrer Lebensdauer um die 50 Millionen Tonnen CO2
sparen", so Lohbeck. "Spritspartechnik darf nicht länger
Sonderausstattung sein, erst recht nicht bei einem so wichtigen
Massenmodell." Seit April 2011 fordert Greenpeace VW zu mehr Einsatz
für den Klimaschutz auf.

Der Golf und die europäische Debatte um strengere Abgaswerte

VW wird mit dem neuen Golf nicht nur die technischen Erwartungen
an Autos in den nächsten Jahren prägen. Der Konzern setzt mit dem
Golf auch ein starkes Signal in dem laufenden EU-Prozess um strengere
Klimaauflagen für Autos. Die Autolobby wehrt sich, obwohl
Autohersteller wie Volkswagen ihren Ausstoß viel stärker senken
könnten als die EU plant. Der EU-Vorschlag sieht aktuell 95 Gramm
CO2/Kilometer bis zum Jahr 2020 vor; Greenpeace fordert den
klimapolitisch nötigen Grenzwert von 80 Gramm.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Wolfgang Lohbeck, Tel.
0171-8780823, oder Pressesprecherin Michelle Bayona, Tel. 0171-8780
830. Den Report finden Sie im Internet unter
http://gpurl.de/Golf_Report. Pressestelle: Telefon 040-30618-340,
Email presse@greenpeace.de; Greenpeace im Netz: www.greenpeace.de,
http://twitter.com/greenpeace_de, www.facebook.com/greenpeace.de

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Datum: 20.08.2012 - 09:00 Uhr
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