Rheinische Post: Gaucks Lektion
Kommentar Von Matthias Beermann
ID: 707231
Rostock-Lichtenhagen ein Asylbewerberheim, wollte nicht nur das Haus
brennen sehen, sondern auch die Menschen darin. Tagelang konnten die
Angreifer ihrem Hass freien Lauf lassen, kaum behindert von einer
passiven Polizei und angefeuert von zahlreichen Gaffern. Joachim
Gauck ist zum Jahrestag an diesen Ort der Schande zurückgekehrt, um
ein Zeichen zu setzen. Der Bundespräsident hat eine sehr gute Rede
gehalten. Er hat sich ohne Wenn und Aber zum Versagen von Bürgern und
Behörden bekannt und Zivilcourage sowie einen wehrhaften Staat
gefordert, der die Würde und das Leben der Menschen schützt. Wie
gesagt, eine exzellente Rede. Doch die Lektion von Lichtenhagen geht
noch tiefer als es Gaucks Kampfansage gegen Rechtsextreme auf den
ersten Blick erkennen lässt. Der wahre Skandal von Lichtenhagen waren
nicht die Randalierer, es waren jene, die wegschauten. Denen es egal
war. Eine Gleichgültigkeit, die zunehmend auch unserer Gemeinwesen
zersetzt. Die Kluft zwischen Regierenden und Regierten wächst, den
Bürgern scheint ihr Einfluss auf die Politik nur noch minimal. Gauck
predigt einen wehrhaften Staat. Wir brauchen mehr: Wir brauchen eine
wehrhafte Demokratie.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.08.2012 - 20:48 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 707231
Anzahl Zeichen: 1472
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 199 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Gaucks Lektion
Kommentar Von Matthias Beermann"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er
Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten
NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock
Weitere Mitteilungen von Rheinische Post
Rheinische Post: Athen ist nicht Leipzig Kommentar Von Michael Bröcker ...
Wenn es nach den Wirtschaftsliberalen bei Union und FDP geht, könnte die Euro-Krise bei der Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel eine ordnungspolitische Renaissance auslösen. Eine harte finanzpolitische Haltung im Fall Griechenland soll Schwarz-Gelb wieder als bürgerliche Alternative im Parte
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur wiederholten Dortmunder Ratswahl ...
Nicht das Ergebnis, wohl aber die erschreckend geringe Beteiligung an der Wiederholung der Ratswahl in Dortmund ist zum Haare raufen. Der offenbare Wählerbetrug von 2009, als ein riesiges Loch in der Stadtkasse von den Verantwortlichen bis zum Tag nach der Kommunalwahl verschwiegen, ja sogar g
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Taxiunternehmer wollen höhere Gebühren Die Zeit ist reif UWE POLLMEIER ...
Der Dieselpreis ist in den letzten fünf Jahren um ein Drittel gestiegen, die Taxigebühren dagegen sind auf dem Niveau von 2007. Verständlich, dass die Taxiunternehmer die Notbremse ziehen und zwecks Existenzsicherung höhere Gebühren fordern. Die Zusatzbelastung von einigen tausend Euro im Ja
Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Parteitag der Republikaner Eifer statt Mitgefühl DIRK HAUTKAPP, WASHINGTON ...
Wenn Mutter Natur den Atem anhält, dann startet also morgen mit etwas Verspätung in Florida ein viertägiger Politikreigen aus Bildern, Farben, Musik, Tränen und tonnenweise klangvollen Worten, der allen Erfahrungen nach mit darüber entscheiden kann, wer ab Januar 2013 die Supermacht Amerika




