"Erst die Praxis wird die Auswirkungen zeigen"

"Erst die Praxis wird die Auswirkungen zeigen"

ID: 709840

DGHS zum Kabinettsbeschlussüber Sterbehilfe-Gesetz



(firmenpresse) - (dgpd Berlin) Das Bundeskabinett hat in seiner heutigen Sitzung das "Gesetz zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung" gebilligt. Vermittlung, Verschaffung und Gewährung von Gelegenheiten zur Selbsttötung sollen nicht mehr gestattet sein. Der von der Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) vorgelegte Entwurf sieht vor, dass Angehörige und zum Beispiel Ärzte, die dem Patienten sehr nahestehen, NICHT mit Bestrafung rechnen müssen. Eine Hilfe zur Selbsttötung könnte beispielsweise durch Bereitstellen entsprechender Medikamente oder Nicht-Eingreifen nach bereits eingeleiteter Selbsttötung geschehen.

"Ich begrüße es grundsätzlich, dass das Gesetz künftig die GEWERBSMÄSSIGE Sterbehilfe verbieten will. Wichtig sind aber auch Ausnahme-Regelungen, dass eine Ehefrau ihren todkranken Mann zu einer Sterbehilfe-Organisation im Ausland fahren darf. Ebenso dürfen nun Ärztinnen und Ärzten ihre Gewissens- und Handlungsfreiheit wahren, indem sie einem Patienten, zu dem sie ein Vertrauensverhältnis haben, beim Freitod helfen. Aber erst die Praxis wird zeigen, ob dieses Gesetz ausreicht, um verzweifelte Schwerstkranke künftig von Affekthandlungen oder einer unwürdigen Flucht ins Ausland abzuhalten", so Elke Baezner, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. in einer ersten Stellungnahme zum Kabinettsbeschluss.

Die DGHS plädiert seit langem dafür, dass Ärztinnen und Ärzte in Deutschland Patienten bei einem frei verantworteten Bilanz-Suizid unter Einhaltung von Sorgfaltskriterien assistieren dürfen. Deshalb hatte die DGHS dieses Jahr auch den Aufruf "Ärzte sollen helfen dürfen!" gestartet. Noch verbietet das ärztliche Berufsrecht die Hilfe bei der Selbsttötung. Baezner bemängelt, dass das nun vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte "Gesetz zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung" nur einen Teilbereich der Problematik behandelt. "Wir brauchen ein umfassendes Gesetz zur Regelung der Sterbehilfe und


-begleitung", so die DGHS-Präsidentin.

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR HUMANES STERBEN (DGHS) e.V.
Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben, kurz DGHS, ist die bundesweit älteste und größte Patientenschutzorganisation in Deutschland. Sie versteht sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 als Bürger- und Menschenrechtsbewegung zur Durchsetzung des Patientenwillens und des Selbstbestimmungsrechts des Einzelnen. Ziel ihrer Arbeit ist, dass Artikel 1 GG, die unantastbare Würde des Menschen, auch im Sterben gewahrt bleibt. ... damit das Leben bis zuletzt human bleibt!




PresseKontakt / Agentur:

Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V.
Wega Wetzel
Kronenstr. 4
10117 Berlin
wega.wetzel(at)dghs.de
030-21222337-22
http://www.dghs.de



drucken  als PDF  Was wird aus Bohlen's Kind Maurice (7)? Strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und China im Bereich Lebensmittelsicherheit weiter ausgebaut
Bereitgestellt von Benutzer: Adenion
Datum: 29.08.2012 - 17:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 709840
Anzahl Zeichen: 2152

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Claudia Wiedenmann M.A.
Stadt:

Berlin


Telefon: 030-21222337-0

Kategorie:

Vermischtes


Meldungsart:
Anmerkungen:


Diese Pressemitteilung wurde bisher 333 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""Erst die Praxis wird die Auswirkungen zeigen""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

DGHS erwartet Engagement für Selbstbestimmung ...
Von dem soeben vereidigten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. ein klares Bekenntnis zum Selbstbestimmungsrecht bis zum Lebensende. "Als Minister ist er dem Grundgesetz verpflichtet. Artikel 2 betont das Persönlichkeits

DGHS erwirkte einstweilige Verfügung gegen DIPAT ...
Das Landgericht Augsburg hat am 16.08.2017 gegen die "DIPAT Die Patientenverfügung GmbH" eine einstweilige Verfügung erlassen. Danach ist es dem Onlinedienst DIPAT mit Sitz in Leipzig ab sofort untersagt, Werbung mit folgenden Aussagen zu machen: - dass für Patientenverfügungen und

DGHS erwirkt einstweilige Verfügung gegen DIPAT ...
Das Landgericht Augsburg hat am 16. August 2017 gegen die "DIPAT Die Patientenverfügung GmbH" eine einstweilige Verfügung erlassen. Danach ist es dem Onlinedienst DIPAT mit Sitz in Leipzig ab sofort untersagt, Werbung mit folgenden wahrheitswidrigen Aussagen zu machen: -dass für Pati


Weitere Mitteilungen von Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V.


Was wird aus Bohlen's Kind Maurice (7)? ...
Hamburg, 29. August 2012 - Estefania Küster (33), Mutter des kleinen Maurice, hat sich nach sechs Jahren Beziehung von ihrem Freund Pino Persico (47) getrennt. Der Promi-Wirt aus Mallorca erzählt CLOSER exklusiv: "Estefania ist vorübergehend zu einer Freundin gezogen, wir haben eine Ausz

Aurcana Corporation gibt Ergebnisse der neuen Ressourcenschätzung für die Mine La Negra bekannt ...
on gibt Ergebnisse der neuen Ressourcenschätzung für die Mine La Negra bekannt Vancouver, BC, 28. August 2012) - Aurcana Corporation (TSX VENTURE:AUN) (das "Unternehmen" oder "Aurcana") freut sich, eine neue Ressourcenschätzung für die Mine La Negra zu veröffentlichen. Au

Senkung der Rentenversicherungsbeiträge wichtiges Signal ...
Lohnnebenkosten senken, Wirtschaftsstandort Deutschland stärken Das Bundeskabinett hat heute einen Gesetzentwurf beschlossen, der eine Senkung der Rentenbeiträge von 19,6 auf voraussichtlich 19 Prozent vorsieht. Die genaue Festlegung der zukünftigen Beitragshöhe erfolgt im November. Hierzu

Städte als Wachstumsmotoren erkennen ...
Bedeutung nimmt durch Urbanisierung weiter zu Vom 1. bis 7. September 2012 findet in Neapel, Italien, das World Urban Forum VI der Vereinten Nationen statt. Dazu erklärt der kommunalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Götz: "Mehr als die Hälfte der Weltbevölker


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z