Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Kabinett senkt Rentenbeitrag Altersarmut verdrängt ALEXA

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Kabinett senkt Rentenbeitrag
Altersarmut verdrängt
ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN

ID: 709953
(ots) - Nun hat also das Kabinett den Rentenbeitrag
gesenkt. Damit bekommt ein Durchschnittsverdiener ab 2013 rund sieben
bis neun Euro mehr pro Monat. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben.
Aber Gesetze kann man auch ändern. Ob die Rückzahlung wirklich
zukunftsorientiert ist, steht auf einem anderen Blatt. Denn eine
Lösung für das Problem der Altersarmut lässt weiter auf sich warten.
Die Ausweitung des Niedriglohnsektors im vergangenen Jahrzehnt macht
sich allmählich bemerkbar. Schon heute sind immer mehr Rentner in
Minijobs tätig - nicht nur weil sie sich körperlich fit fühlen,
sondern weil sie mit ihren Minirenten sonst nicht über die Runden
kämen. Dieser Trend wird sich verschärfen. Auch weil das Rentenniveau
von heute 51 Prozent bis 2030 auf 43 Prozent sinken wird. Der DGB und
die Linke in der SPD wollen am liebsten das heutige Niveau
festschreiben. Doch damit würde man den jungen Menschen einen wahren
Felsbrocken aufbürden. Wenn die Beitragslast für die Jungen zu groß
wird, leidet die Generationengerechtigkeit. Nein, sinnvoller wäre es,
gezielte Maßnahmen gegen die Altersarmut zu treffen.
Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat mit der an gewisse
Bedingungen geknüpften Zuschussrente ein diskussionswürdiges Konzept
gegen die würdelose Kleinstrente vorgelegt - dass nun so viele auch
in den eigenen CDU-Reihen darüber herfallen und die FDP die
Zusatzrente gar für tot erklärt, ist nicht angebracht. Auch der
Einwurf, dass eine staatliche Aufstockung keinesfalls aus Beiträgen
finanziert werden darf, geht an der Realität vorbei. Schon heute
werden alle möglichen Rentenleistungen sowohl aus Beiträgen als auch
aus Steuern finanziert. Eine Mischfinanzierung wäre auch für die
Zuschussrente denkbar. Das Problem der Altersarmut sollte die Politik
anpacken, bevor sie davon überrollt wird.





Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Allg. Zeitung Mainz: Lichter und Irrlichter / Kommentar zu Umfragen/Schwarz-Gelb NRZ: Von der Hand in den Mund - ein Kommentar von PETER HAHNE
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.08.2012 - 19:26 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 709953
Anzahl Zeichen: 2151

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Bielefeld



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 271 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Kabinett senkt Rentenbeitrag
Altersarmut verdrängt
ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Höhe der Rente hängt auch vom Wohnort ab ...
Die Höhe der Rente unterscheidet sich in NRW von Wohnregion zu Wohnregion teils erheblich. Bei Männern macht es im Jahr einen Unterschied von 5.000 Euro aus, ob sie in Münster (1.185 Euro/Monat) oder im Rhein-Erft-Kreis (1.591 Euro/Monat) leben. Frauen in Gelsenkirchen (818 Euro) bekommen im Jahr

Hunderte Verstöße gegen Spritpreisregel in NRW bleiben folgenlos - ADAC kritisiert "zahnlosen Tiger" ...
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar

Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich


Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)


NRZ: Von der Hand in den Mund - ein Kommentar von PETER HAHNE ...
Die Rentenversicherung schwimmt in Geld. Rund 30 Milliarden Euro Reserven wird sie bis Ende des Jahres angehäuft haben, weil der Arbeitsmarkt gut läuft. Wenn die Bundesregierung jetzt also die Beiträge senken will, folgt sie damit nur dem Gesetz und auf den ersten Blick auch der ökonomischen

NRZ: Falsche Ansprache - ein Kommentar von PETER HAHNE ...
Im Umgang mit Muslimen agiert Innenminister Hans-Peter Friedrich glücklos. Das jüngste Beispiel: Die Sicherheitspartnerschaft. Sie droht zu scheitern, bevor sich erste Erfolge einstellen können. Sie war ja als Prävention im besten Sinne gedacht. Aber ohne die Zusammenarbeit mit den muslimisc

Mitteldeutsche Zeitung: zu Q-Cells und Hanwha ...
Wie sich das Engagement von Hanwha langfristig entwickelt, lässt sich schwer einschätzen. Große Investitionen in die Produktion wird es in Bitterfeld-Wolfen wohl nicht mehr geben. Die industriepolitische Botschaft fällt daher negativ aus: Deutschland hat Milliarden in die Solarindustrie gest

Allg. Zeitung Mainz: Lichter und Irrlichter / Kommentar zu Umfragen/Schwarz-Gelb ...
Umfragen sind Momentaufnahmen, und bis zur Bundestagswahl ist es noch lange hin. Dennoch ist unübersehbar, dass sich Schwarz-Gelb festigt. Das hat im Wesentlichen vier Gründe: Merkel, die SPD, die FDP, die Piraten. Die Bundeskanzlerin erscheint als Hort der Stabilität, wichtiger noch: Sie ist


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z