Deutliches Lohnplus / Übernahmeregelung für Azubis
ID: 716574
Deutliches Lohnplus / Übernahmeregelung für Azubis
Frankfurt am Main - Die rund 65 000 Beschäftigten und etwa 7000 Auszubildende im Dachdeckerhandwerk erhalten ab diesem Monat deutlich mehr Geld. Nach sehr schwierigen Verhandlungen haben die Arbeitgeber das Ergebnis mit dem heutigen (für die Red. 7.September 2012) Ablauf der Erklärungsfrist akzeptiert. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hatte sich mit dem Zentralverband des deutschen Dachdeckerhandwerks Ende August auf eine Lohnsteigerung in zwei Stufen von drei und 2,5 Prozent sowie auf ein Maßnahmenpaket zur Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs verständigt. Rückwirkend zum 1. September 2012 steigt der Ecklohn für Dachdeckergesellen um drei Prozent auf 16,51 Euro. In einer zweiten Stufe wird er zum 1. Februar 2014 um weitere 2,5 Prozent auf 16,92 Euro angehoben. Stärkere Lohnsteigerungen gibt es für Fachgesellen und Vorarbeiter. "Das Dachdeckerhandwerk boomt. Eine Beteiligung der Beschäftigten an der guten Wirtschaftslage ist da eine Selbstverständlichkeit", betonte der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. "Einer Branche in der schlecht bezahlt wird, fehlen am Ende die Fachkräfte. Das haben die Arbeitgeber inzwischen eingesehen und sich mit der IG BAU auf ein ganzes Paket an Maßnahmen geeinigt, mit dem der Beruf des Dachdeckers attraktiver wird." Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich so ebenfalls zum 1. September 2012 um 30 Euro und zum 1. September 2013 um weitere 15 Euro je Ausbildungsjahr. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.
Die stärkere Lohnerhöhung für besonders qualifizierte Dachdecker über die insgesamt mehr als 5,5 Prozent in der Laufzeit des Tarifvertrags hinaus stellt einen Beitrag zur Fachkräftegewinnung und -sicherung dar. Gleichzeitig bietet diese Lohnstaffelung einen Anreiz zur Weiterbildung. Zudem wurde vereinbart, Betrieben, die ausbilden, zukünftig stärker unter die Arme zu greifen. Ihnen werden anteilig Ausbildungsvergütungen im Umlagesystem über die Sozialkassen ersetzt. "In die Sozialkassen zahlen alle Betriebe ein und werden auf diese Weise an den Ausbildungskosten gerecht beteiligt", sagte Schäfers. "Es kann nicht sein, dass nur ein Drittel der Betriebe sich um Nachwuchs kümmert und die anderen ohne zutun davon profitieren."
Ein großes Problem für den Nachwuchs ist die Unsicherheit für die Zeit nach ihrer Ausbildung. Viele müssen sich einen neuen Arbeitgeber suchen oder werden über ihre Chancen im Unternehmen bis zum Schluss der Ausbildung im Unklaren gelassen. Die Übernahme ist für die IG BAU ein zentrales Thema, damit sich die Lebensumstände der jungen Dachdecker verbessern. Besonders wichtig ist deshalb die mit den Arbeitgebern erzielte Einigung, höhere Anreize zur Übernahme von Auszubildenden einzuführen. Wer einen jungen Beschäftigten nach dem Ende seiner Ausbildung weiter für mindestens zwölf Monate beschäftigt, erhält dafür eine finanzielle Förderung durch die Sozialkassen. "Wie es nach der Ausbildung weitergeht, ist für die Berufswahl von großer Bedeutung. Nur eine Branche, die es schafft, jungen Menschen Zukunftsperspektiven zu bieten, wird im Kampf um die besten Köpfe mithalten können", sagte Schäfers.
Ruprecht Hammerschmidt
Leiter der Abteilung Kommunikation
und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher IG Bauen-Agrar-Umwelt
IG Bauen-Agrar-Umwelt
- Bundesvorstand -
Pressestelle
Olof-Palme-Str. 19
60439 Frankfurt a. Main
Tel.: 069 - 95 73 71 35
Fax: 069 - 95 73 71 38
E-Mail: presse@igbau.de
www.igbau.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 07.09.2012 - 14:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 716574
Anzahl Zeichen: 3856
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 252 mal aufgerufen.
Strategisches Investitionsmanagement in der bayerischen Landwirtschaft: Effizienz durch Gebrauchtmaschinen ...
Die Herausforderungen der modernen Agrarwirtschaft in Bayern Die moderne Agrarwirtschaft steht heute vor komplexen Herausforderungen. Volatile Erzeugerpreise, steigende Betriebsmittelkosten und strenge regulatorische Auflagen erfordern eine effiziente Betriebsführung. Besonders in Bayern, wo tradi
Die NIS-2-Umsetzung als strategische Chance: Ein Leitfaden für deutsche Unternehmen ...
Die Frist rückt unaufhaltsam näher: Bis zum 17. Oktober 2024 müssen die EU-Mitgliedstaaten die Network and Information Security Directive, kurz NIS-2, in nationales Recht umsetzen. Diese Richtlinie stellt eine signifikante Verschärfung der Cybersicherheitsanforderungen für eine breite Palette v
Pressemitteilungen im B2B-Marketing: Wie Unternehmen gleichzeitig Reichweite wie Glaubwürdigkeit aufbauen ...
Manchmal wird über Pressemitteilungen gesagt, sie seien ein Relikt aus der Zeit, als Faxgeräte zum Büroalltag zählten. Falsch, sie leben! Gerade im B2B-Bereich erleben sie eine Renaissance, weil sie etwas leisten, was bezahlte Werbung nur schwer imitieren kann: glaubwürdige Sichtbarkeit. Wenn e
Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juli 2012 ...
Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe stieg im Juli vorläufigen Angaben zufolge [1] preis-, kalender- und saisonbereinigt [2] deutlich um 1,3 % gegenüber dem Vormonat an. Im Monat zuvor war sie aufwärts revidiert um 0,4 % zurückgegangen. Die Produktion in der Industrie nahm im Juli um 1,7 %
Unbegrenzte Bankenrettung mit Merkels Segen ...
"Die starken Worte von Super-Mario Draghi sind eine Gratis-Vollkaskoversicherung für den Finanzsektor. Während die Börse jubelt, leidet der überwiegende Teil der Menschen in Europa weiter unter Merkels Sozialkürzungsdiktat. Die Folge ist eine fortgesetzte Rezession und damit eine geringe
Projekt BER braucht einen echten Neustart ...
"Heute erfuhren wir Verkehrspolitiker des Bundestages aus dem Controllingbericht 2/2012, dass das Verkehrsministerium schon seit Monaten darüber informiert war, dass der Eröffnungstermin März 2013 aufgrund der desolaten Situation auf der Baustelle BER nicht zu halten sein wird. Die mittler
IHK: Mehr Licht als Schatten - Robuste Entwicklung trotz Eurokrise ...
Angesichts der weltweit flauen Konjunktur und der Staatschuldenkrise im Süden der Eurozone hat sich die Saarwirtschaft im ersten Halbjahr 2012 bemerkenswert robust entwickelt. "Die Industrie konnte bei Umsätzen und Aufträgen weiter zulegen. Die Zuwächse fielen aber deutlich geringer aus al




