Weser-Kurier: Zur unzufriedenheit in der Bundeswehr schreibt der Bremer WESER-KURIER:
ID: 716860
Bundeskanzlerin Angela Merkel: Was er anpackt, bringt er effizient
und vor allem geräuschlos zu Ende - als Kanzleramtschef, als
Innenminister und seit eineinhalb Jahren als Verteidigungsminister.
Nun jedoch droht de Maizières Macher-Image Schaden zu nehmen. Zu groß
ist die Unzufriedenheit in der Truppe über die vor zwei Jahren
begonnene Reform der Bundeswehr, als dass sie als erwartbares
Gemecker über die bisher größte Reform der Streitkräfte einfach
abgehakt werden könnte: Wenn 88 Prozent der vom Bundeswehrverband
befragten Offiziere baldige Korrekturen am Truppenumbau für nötig
halten und 90 Prozent glauben, dass der Dienst nach der Reform
weniger attraktiv wird, bedeutet dies Alarmstufe Rot für den
Verteidigungsminister. Dabei hätten de Maizière und seine
Planungsstäbe gewarnt sein müssen. Und: Der prominenteste Warner war
der Chef der Bundeswehr selbst. Hatte sich sein Amtsvorgänger
Karl-Theodor zu Guttenberg bei seinem Rücktritt noch gerühmt, er
"hinterlasse ein bestelltes Haus" und habe die Reform gut
angeschoben, korrigierte de Maizière nach wenigen Wochen im Amt: Es
gebe "schwerwiegende Strukturfehler". Mit anderen Worten: Zu
Guttenberg hat kein bestelltes Haus, sondern eine Bruchbude
hinterlassen. De Maizières Renovierungsarbeiten haben den Bauzustand
bisher offenbar nur wenig verbessern können. Nicht von ungefähr läuft
der Bundeswehr mehr als jeder fünfte Freiwillige wieder davon, der
sich zunächst für den Dienst in Uniform entschieden hat. So ungelegen
die Umfrage des Bundeswehrverbandes dem Minister auch kommen mag - er
sollte sie als Chance verstehen: Schließlich sagt sie nichts anderes
aus, als dass die Truppe nach Erklärungen verlangt und zumindest ihre
höchsten Offiziere in Entscheidungen einbezogen werden sollten. Oder
anders formuliert: In Streitkräften, die nach ausdrücklichem
politischen Willen aus mündigen Bürgern bestehen, bedeutet
Kommunikation mehr als bloßes Befehlen.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.09.2012 - 20:58 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 716860
Anzahl Zeichen: 2360
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 249 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier: Zur unzufriedenheit in der Bundeswehr schreibt der Bremer WESER-KURIER:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d
Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
RNZ: "Härten mildern" - Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu Bundeswehr ...
Von Sören Sgries Stellenstreichungen, Umstrukturierungen, Standortschließungen - solche tiefgreifenden Veränderungen würden in jedem Unternehmen auf Widerstand stoßen. Und so wäre es auch ein kleines Wunder gewesen, wenn die Bundeswehrreform bei den Soldaten auf ungeteilte Zustimmung g
Allg. Zeitung Mainz: Nichts verschleiern / Kommentar zu Organ- und Gewebespenden ...
Der jüngste Organspendeskandal hat dafür gesorgt, dass selbst Menschen, die ihren Spendeausweis seit Jahren mit Überzeugung bei sich tragen, ins Grübeln kommen. Nicht alle, aber einige der Befürchtungen, die von Organspendegegnern seit jeher geäußert werden, sind Realität geworden. Dadur
Neues Deutschland: Linkspartei-Chef Riexinger: Briefautoren rennen offene Türen ein ...
Der Vorsitzende der Linkspartei hat Verständnis für den Wunsch der Ost-Landesverbände nach mehr Respekt geäußert. Die Landesvorsitzenden hatten die Forderung in einem Brief an die Parteivorsitzenden erhoben. Damit "rennen die Autoren bei uns offene Türen ein", sagte Riexinger gege
Lübecker Nachrichten: Ramsauer: Energiesanierung an historischen Bauten "nicht um jeden Preis" ...
Lübeck. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September 2012, hat sich Bundesbauminister Peter Ramsauer(CSU) für eine behutsame Sanierung von historischen Gebäuden ausgesprochen. Den Lübecker Nachrichten(Sonnabend) sagte der Minister, zwar sei die energetische Ertüchtigung des Gebäudeb




