Lausitzer Rundschau: Reiche vermögen mehr
Neuer Armuts- und Reichtumsbericht
ID: 724210
Dabei findet sich darin nur in geballter Form wieder, was Experten in
ihren Expertisen schon seit Jahren beklagen: Während die Reichen
immer reicher werden, wird der Staat immer ärmer, fällt es ihm immer
schwerer, die öffentliche Daseinsvorsorge zu gewährleisten.
Schwimmbäder werden geschlossen, Bibliotheken ebenso, es mangelt an
Kindertagesstätten, und viele Schulen sind in einem jammervollen
baulichen Zustand. Auch die Rezepte gegen solche Zustände liegen
längst auf dem Tisch. Sie reichen von der Vermögensteuer über eine
deutlich höhere Erbschaftsteuer bis zur stärkeren Besteuerung von
Großverdienern. Allein, die Bundesregierung hat sich genau den
gegenteiligen Kurs auf ihre Fahne geschrieben. So bleiben die von ihr
beschriebenen Konsequenzen im Entwurf des neuen Armuts- und
Reichtumsberichts dann auch wie gewohnt inkonsequent. In Sachen
Steuerpolitik bekennt sie sich machtvoll dazu, die Dinge "weiterhin"
zu "prüfen". Ansonsten tröstet man sich mit dem Gedanken, dass der
private Reichtum "teilweise" dem Gemeinwohl nützt. Zum Beweis wird
das Spendenaufkommen der Bevölkerung ins Feld geführt.
Durchschnittlich 0,36 Prozent vom Monatsnetto dienen demnach einem
guten Zweck - bei den Reichsten im Land sind es dagegen 0,57 Prozent.
Was für ein gewaltiger Unterschied, was für ein krampfhaftes
Argument! Dabei verspricht die Überschrift des entsprechenden
Kapitels eigentlich Besseres: "Reiche vermögen mehr", heißt es da
ebenso hintersinnig wie richtig. Aber Papier ist bekanntlich
geduldig.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.09.2012 - 22:12 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 724210
Anzahl Zeichen: 1892
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Cottbus
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 261 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Reiche vermögen mehr
Neuer Armuts- und Reichtumsbericht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die
Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet
Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü
Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau
Lausitzer Rundschau: Grüner Fischmarkt Eine Partei sucht ihre Spitzenkandidaten ...
Bei den Grünen geht es derzeit zu wie auf dem Hamburger Fischmarkt - darf es noch einer mehr sein? Nicht zwei, nicht drei, nicht vier, gleich 15 Kandidaten bewerben sich jetzt um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahlen! Sicher, das ist alles wunderbar basisorientiert. Doch bis heute hat
Neue OZ: Kommentar zu Parteien / Grüne / Kanzlerkandidatur ...
Grüne Leitwölfe Dass Jürgen Trittin Grünen-Kanzlerkandidat wird, steht schon jetzt fest. Viel zu blass ist die Riege der anderen männlichen Bewerber: ein 22-jähriger Student, ein Kalligraf oder ein selbst ernannter "überzeugter Naturfreund". Zudem sind sie alle männlich, mind
Weser-Kurier: Zur Debatteüber eine Pkw-Maut schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 19. September 2012: ...
Weil sich aber schon Bayerns Ministerpräsident Seehofer und Bundesverkehrsminister Ramsauer mit ihren Rufen nach einer Pkw-Maut Niederlagen eingehandelt haben, kommt der Vorstoß der Bundesländer nun unter dem Tarnnamen "Infrastrukturabgabe" daher. Und tatsächlich wären sechs Millia
Weser-Kurier: Zur Kandidatenkür der Grünen schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 19. September 2012: ...
Und auch, wenn Kritiker jetzt darüber lästern mögen, dass so politische Nobodys wie Nico Hybbenet aus Wiesbaden oder Roger Jörg Kuchenreuther aus Bamberg-Land gegen das Spitzenkandidaten-Promi-Quartett Roth, Trittin, Künast und Göring-Eckhardt doch ohnehin chancenlos sind, ins Lächerliche




