Beckstein für Verbot des Anti-Islam-Films
ID: 724825
Günther Beckstein (CSU) hat sich für ein Verbot in Deutschland zur
Aufführung des Anti-Islam-Films aus den USA in Deutschland
ausgesprochen. Der Prophet Mohammed wird in dem Streifen als Mörder,
Kinderschänder und Sklavenhändler dargestellt. In einem Interview mit
ERF Medien (Wetzlar) sagte Beckstein, es sei ganz offensichtlich,
dass man das Machwerk nicht veröffentlichen sollte. Die Möglichkeit
zum Aufführungsverbot sieht der ehemalige Ministerpräsident, der auch
Mitglied des bayerischen evangelischen Kirchenparlaments und
Vizepräses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
ist, allerdings kritisch, denn die Meinungsfreiheit sei in
Deutschland ein hohes Gut.
"Ich trete dafür ein, dass man das Heilige der Religionen achtet.
Die Gefühle der anderen zu achten ist ein Zeichen des Respekts in
einer säkularen Gesellschaft", so Dr. Beckstein.
Andererseits sei es unerträglich, wie Islamisten mit Gewalt
drohen. Davor dürfe man nicht zurückweichen. Es mache ihm Sorge, dass
Rechtsextreme diesen Film zeigen und ihn für ihre Zwecke
instrumentalisieren wollen. Es gehe nicht um eine ehrliche
Auseinandersetzung mit dem Islam, die wichtig sei.
Wenn es um ein derartiges Produkt geht, bei dem der erste Anschein
dafür spricht, bewusst andere Menschen zu provozieren, sie in ihrem
Glauben zu verletzen, da muss die Meinungsfreiheit zurückstehen. Die
letztliche Entscheidung würden aber die Gerichte haben. Das Interview
mit Dr. Beckstein ist bei ERF Plus und bei ERF Pop im laufenden
Programm zu hören.
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Datum: 19.09.2012 - 13:36 Uhr
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