Frankfurter Neue Presse: Die Zukunft der Rente. Ein Kommentar von Susanne Keeding zum Modell von SPD-Mann Sigmar Gabriel.
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die Regierung Kohl hatte die demographische Sprengkraft für die Rente
erkannt und den Rentenanstieg mit dem "demographischen Faktor"
verlangsamt. Rot-Grün nahm diesen zunächst publikumswirksam zurück,
um im Jahr 2004 den "Nachhaltigkeitsfaktor" einzuziehen.
Gabriels Rentenkonzept ist dennoch ein Fingerzeig in die Zukunft,
in eine schwarz-rote Zukunft wie manch einer spekuliert. Die 850 Euro
Solidarrente ähnelt Ursula von der Leyens Zuschussrente. Auch die
Überlegungen der CDU-Arbeitsministerin zur Erwerbsminderungsrente
stehen Gabriels Konzept nicht völlig entgegen.
Die Deutschen mögen so viel soziales Wissen goutieren. In einer
Zeit, in der Deutschland Milliarden für die Rettung von Euro und
Pleitestaaten ausgibt, sehen immer ehr Bürger nicht mehr ein, warum
von ihren Rentenbeiträgen und ihrem Steuergeld nichts mehr übrig sein
soll, um den Sozialstaat zu erhalten - statt ihn wie in der
Vergangenheit Scheibchenweise ans Messer zu liefern.
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Datum: 24.09.2012 - 18:33 Uhr
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