Allg. Zeitung Mainz: Der Auftrag / Kommentar zum Tag der Deutschen Einheit
ID: 734815
Deutschen Einheit, um innezuhalten und darüber nachzudenken, wo wir
heute politisch wie wirtschaftlich stünden, hätte es nicht die
einmalige Chance gegeben, Deutschland vor 22 Jahren friedlich zu
vereinigen und so endgültig zur größten, reichsten und
einflussreichsten Nation in Europa zu werden. Diese einmalige Chance
hätte es ohne ein eindeutiges und ausdrückliches Ja der übrigen
Staaten auf diesem Kontinent nicht gegeben. Daran sollte jeder
denken, der sich ob der unbestritten gewaltigen Probleme, die uns
derzeit beschäftigen, enttäuscht, oft sogar verbittert, vom vereinten
Europa und vor allem von seiner Einheitswährung, dem Euro, abwenden
will. Niemand profitiert mehr von der Einheit des Kontinents, niemand
profitiert mehr vom Euro als Deutschland. Das bestreiten nicht einmal
seine schärfsten Kritiker. Und deshalb muss es selbstverständlich
sein, dass Deutschland alles dafür tut, Europa aus seiner zugegeben
schweren Krise herauszuführen. Das bedeutet nicht, auf Gedeih und
Verderb der Zahlmeister Europas zu sein, sondern an vorderster Stelle
zu stehen, um endlich aus einer Reihe von Nationalstaaten - denn das
sind wir im Grunde noch immer - eine wirkliche politische und
wirtschaftliche Einheit zu formen. Das kann dauerhaft nicht ohne das
Abtreten von Souveränität gehen. Das muss klar und deutlich
ausgesprochen werden, damit es auch jeder versteht.
Bundestagspräsident Norbert Lammert hat sich gestern zumindest daran
versucht. Dafür gebühren ihm Lob und Anerkennung. Aber das reicht
nicht. 1990 hat Deutschland nicht nur seine Einheit geschenkt
bekommen, sondern auch den Auftrag erhalten, Europa in die Zukunft zu
führen, indem es politisch und wirtschaftlich vereint wird. Dieser
Auftrag ist noch lange nicht erfüllt.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Claus Wolff
Newsmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral@vrm.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.10.2012 - 19:22 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 734815
Anzahl Zeichen: 2153
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 295 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Der Auftrag / Kommentar zum Tag der Deutschen Einheit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &
Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige
Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest
Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz
NRZ: Das Schrumpfen muss organisiert werden - ein Kommentar von DANIEL FREUDENREICH ...
Wie viel Rente werde ich später noch bekommen? Wer kümmert sich um mich im Alter? Muss ich bald in die Stadt ziehen, weil mein Dorf verödet? Zugegeben, beim demografischen Wandel handelt es sich um einen ziemlich abstrakten Begriff. Doch dieser Wandel hat immense Folgen für jeden Einzelnen. D
Berliner Zeitung: Kommentar zum Wahlausgang in Georgien ...
Diese friedlichen Wahlen sind ein glücklicher Moment in der Geschichte Georgiens. Nun kommt der sehr viel schwierigere Teil. Soll es friedlich weitergehen, braucht das Land einen neuen Gesellschaftsvertrag. Zwei ziemlich gleichstarke politische Kräfte müssen die Kunst des Kompromisses ler
Frankfurter Rundschau: Kommentar zu Steinbrücks Nebeneinkünften ...
Nun ist es völlig legitim und gängige Praxis, dass Politiker mit Vorträgen Geld verdienen. Dennoch hat das Verhalten Steinbrücks ein Geschmäckle. Spätestens seit Anfang diesen Jahres lief alles auf Steinbrück zu als Kanzlerkandidat, weil Steinmeier als früherer Wahlverlierer dazu tendier
Gröhe: Aufbau Ost hat mit der CDU einen starken Partner ...
Berlin, 3. Oktober 2012 068/12 Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober erklärt der Generalsekretär der CDU Deutschlands, Hermann Gröhe: Der 3. Oktober 1990 war einer der schönsten Tage der deutschen Geschichte. Die erzwungene jahrzehntelange Teilung unseres Vaterlandes fand ei




