Greenpeace sucht Paten für deutsche Baumriesen / Aktivisten informieren bundesweit über den Schutz alter Buchenwälder
ID: 750131
morgigen Samstag (27.10.) ab 10 Uhr Greenpeace-Aktivisten in ganz
Deutschland. In etwa vierzig Innenstädten, unter anderem in
Aschaffenburg, Marburg und Berlin suchen sie Baumpaten für 2300 alte
Buchen im Spessart. "Mit den Baumpatenschaften kann sich jeder für
den Schutz der Urwälder von morgen engagieren", sagt Gesche Jürgens,
Waldexpertin von Greenpeace. "Unsere Aktion soll ein Signal an die
bayerische Landesregierung senden und ihr zeigen, dass der Schutz der
Wälder den Menschen in Deutschland am Herzen liegt."
Anfang dieses Jahres hatten Greenpeace-Aktivisten im bayerischen
Spessart Daten von über 20.000 alten Buchen und Eichen erhoben und in
detaillierte Karten überführt. Bürger, die eine unentgeltliche
Patenschaft übernehmen, erhalten eine Urkunde mit den exakten
Koordinaten "ihres" Baumes. So können sie die Bäume auf einer Karte
genau zuordnen. Auf www.greeenpeace.de/baumpate können Bürger sich
online über die Patenschaften informieren.
Zweites Waldcamp im Spessart gestartet
Vergangene Woche haben Greenpeace-Aktivisten erneut ein Camp zur
Dokumentation des Waldes im bayerischen Spessart errichtet. Mit
Maßbändern und GPS-Geräten führen sie die exakte Kartierung der
Buchenwälder weiter. Dieses ist notwendig, da die Bayerischen
Staatsforsten (BaySF) die entsprechenden Daten zurückhalten. Mit der
Dokumentation wollen die Umweltschützer auch die zunehmende
Industrialisierung der öffentlichen Wälder zeigen.
Erst im Jahr 2011 erklärte die UNESCO fünf alte Buchenwälder in
Deutschland zum Weltnaturerbe. Um die internationalen und nationalen
Ziele zum Schutz der Artenvielfalt umzusetzen, reichen diese kleinen
Flächen jedoch nicht aus. Im Frühjahr hatte die unabhängige
Umweltschutzorganisation Einschläge im öffentlichen Wald Bayerns
aufgedeckt, die gegen das nationale und europäische Naturschutzrecht
verstoßen.
"Wir brauchen alte Wälder als Ruhepol für uns Menschen, für den
Klimaschutz und für den Erhalt der Artenvielfalt. Doch die
Industrialisierung unserer Wälder bedroht die alten Baumriesen", sagt
Jürgens. Greenpeace fordert von der bayerischen Landesregierung einen
sofortigen Einschlagstopp für alle öffentlichen Buchenwälder, die
älter als 140 Jahre sind. Dieser soll solange gelten, bis zehn
Prozent der öffentlichen Wälder aus der Holznutzung genommen und
dauerhaft geschützt werden.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Gesche Jürgens, Tel.
0171-8787 833, oder Pressesprecherin Mirja Schneemann, Tel. 0171-8781
185. Fotomaterial von der Aktion in Aschaffenburg erhalten Sie unter
Tel. 040-30618 376. Eine Liste mit den jeweiligen Ansprechpartnern in
den einzelnen Städten finden Sie unter http://gpurl.de/rirqS. Mehr
Informationen zum Waldcamp: www.gpurl.de/wasistdaswaldcamp
Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email
presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet:
www.greenpeace.de/buchenwaelder, auf Twitter:
http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook:
www.facebook.com/greenpeace.de.
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Datum: 26.10.2012 - 09:40 Uhr
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