Neue OZ: Kommentar zu Afrika / Westerwelle / Mali
ID: 754236
Eine politische Lösung, sooft sie auch verlangt wird, ist für den
Norden Malis zwar nötig, reicht aber nicht. Richtig ist, dass die
Islamisten der Ansar al-Din vor allem Zulauf haben, weil sie in den
zerfallenden Strukturen wenigstens überhaupt ein Rechtssystem bieten,
und heißt es auch Scharia. Daher ist es wichtig, dass sich die
Staatengemeinschaft bereits vor einem Militäreinsatz Gedanken über
das politische Ziel macht, das sie den Menschen bieten will. Um den
Fundamentalisten einen Landstrich so groß wie Frankreich aus den
Händen zu reißen, braucht es Truppen. Aber in Süd-Mali hat den
Islamisten ein desaströser Haufen von 2000 Soldaten kaum etwas
entgegenzusetzen. Die Regierung braucht militärische Unterstützung,
damit der neue Hafen des internationalen Terrorismus bald geschlossen
wird.
Außenminister Guido Westerwelle darf aber bei seinem Besuch nicht
für einen Militär-Kundschafter gehalten werden. Die Bundeswehr ist
global bis zum Anschlag ausgelastet. Soldaten für Mali müssen andere
stellen. Vor allem Algerien wird um den Einsatz nicht herumkommen.
Als nördlicher Nachbar hat es das größte Eigeninteresse an einer
stabilen Situation in Mali. Hinzu kommt, dass Algerien in der Region
über die größte Armee verfügt. Und dann hat es vor Ort noch den
besten Geheimdienst. Der hat übrigens schon Erfahrungen mit der
Bekämpfung von Islamisten machen können: zu Hause.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.11.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 754236
Anzahl Zeichen: 1720
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 260 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Afrika / Westerwelle / Mali"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu China ...
Mehr Freiheit wagen Umweltskandale, Korruption bis in die Staatsspitze hinein, eine tiefe Kluft zwischen Arm und Reich: China leidet unter massiven Problemen. So wie bisher kann es politisch nicht weitergehen. Die neue Führungsspitze, die jetzt das Ruder übernimmt, muss einen neuen Kurs st
Neue OZ: Kommentar zu Libyen ...
Eine Mammutaufgabe Libyens neue Regierung hat zu Recht erkannt: Als Allererstes muss sie die Sicherheitslage im bürgerkriegsgebeutelten Land verbessern. Denn noch handeln viele der Milizen, die vor einem Jahr zum Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi beigetragen haben, völlig autonom - und
Neue OZ: Kommentar zu Extremismus / Terrorismus / NSU ...
Sehr folgenreich NSU: Bis vor einem Jahr verbanden damit viele allein die nostalgische Erinnerung an eine Automarke der Nachkriegszeit. Heute dagegen denken die meisten bei diesem Kürzel an den "Nationalsozialistischen Untergrund", jenes rechtsextreme Terrortrio, das gleich in Seri
Neue OZ: Kommentar zu Gesundheit / Organspende ...
Eine andere Lösung Es überrascht nicht, dass die Bereitschaft zur Organspende seit den im Sommer bekannt gewordenen Manipulationsskandalen an Kliniken in Göttingen und Regensburg deutlich abgenommen hat. Ärzte fälschten Patientenakten, um bestimmte Kranke schneller auf den OP-Tisch zu b




