neues deutschland: Nichts getan
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warnen angesichts der steigenden Zahlen vor einer weiteren Zunahme
rechtsextremer Einstellungen und prognostizieren, dass es noch
schlimmer kommen kann, wenn es auch hier mit der Wirtschaft weiter
bergab geht. Ihr Fazit: Es muss alles dafür getan werden, die
Demokratie zu stärken, in Bildung zu investieren. Bildung ist nach
wie vor der beste Impfstoff gegen braunes Gedankengut. Es sind seit
Jahren die immer gleichen Mahnungen. Zu den Ergebnissen kommen die
Autoren der »Mitte«-Studien 2006. Auch Wilhelm Heitmeyers
Langzeituntersuchung zu den »Deutschen Zuständen« kam zehn Jahre lang
zu diesen Ergebnissen - bis sie 2011 eingestellt werden musste, weil
kein Geld mehr da war. Besonders auffallend: Die jungen Ostdeutschen
haben die Alten bei extrem rechten Einstellungen überholt. Damit ist
jedoch mit dem Vorurteil zumindest ein bisschen aufgeräumt, dass
alles, was im Osten rechts ist, ein Ergebnis der DDR sei. Es sind in
hohem Maße wirtschaftliche Abstiegsängste, die Menschen nach
»einfachen« Lösungen suchen lassen: Autorität, Führer, Ausländer raus
- vor allem da, wo es am wenigsten Migranten gibt. Aber was begründet
das? Freigesprochen ist damit niemand, der sein Heil im braunen Sumpf
sucht - aus welchen Gründen auch immer. Ach ja, und den üblichen
mahnenden Satz an die Politik, betreffend NSU, Verfassungsschutz,
Kristina Schröder, die Asyldebatte und den Herrn Friedrich von der
CSU... den sparen wir uns an dieser Stelle, gelle?
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Datum: 12.11.2012 - 18:15 Uhr
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