Neue OZ: Kommentar zu Facebook-Fahndung der Polizei
ID: 764294
Facebook spaltet. Für die einen ist es Alltag, für die anderen
kein Netz-, sondern Teufelswerk. Dass die Polizei es stärker zur
Fahndung nutzen möchte, löst also Unbehagen aus - und das berechtigt.
Auch wenn die Chancen auf der Hand liegen, sind die Nebenwirkungen
beträchtlich. Schon jetzt lesen manche Nutzer nur die Hälfte eines
Postings, haben nach dem ersten Wort bereits eine Meinung und geben
sie kund. Rasch wird so ein Exhibitionist zum Kinderschänder, den man
aufknüpfen sollte, oder ein trauriges Familiendrama mit
ausländerfeindlichen Hetz-Tiraden zum Ehrenmord umgedeutet. Will die
Polizei so etwas ernsthaft befördern? Oder auch, dass volle Namen
online kursieren, unabhängig von der Schwere des Vorwurfs oder vom
Nachweis einer Schuld?
Ferner: Was ist mit falschen Verdächtigungen? Und mit
Verwechslungen, sei es aufseiten der Polizei oder der Surfer? Erste
Fälle gibt es, in denen ein Betrüger online gesucht wurde und das
Bild die falsche Person zeigte. Wer einmal versucht hat, Daten wieder
aus dem Netz zu bekommen, weiß: Irgendwo kann ein Foto auch nach
Jahren noch online stehen. Gleiches gilt, falls es vor Gericht einen
Freispruch gegeben haben sollte.
Die Polizei braucht somit klare Regeln, um Facebook zu nutzen, und
zwar so restriktiv wie möglich. Am besten ließe sie es ganz bleiben.
Alles andere wäre falsch verstandene Modernität.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.11.2012 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 764294
Anzahl Zeichen: 1711
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 164 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Facebook-Fahndung der Polizei"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) rät zu einem drastischen Schuldenschnitt bei den Kommunen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte Steinbrück: "Die Finanzlage der Kommunen ist dramatisch schlecht. Dabei entscheidet sich das Vertrauen der Bürger in die
Zahl der Haftplätze in Deutschland sinkt auf neuen Tiefstand / Bundesweit mehr als 1700 Plätze seit 2019 abgebaut - Gleichzeitig wieder mehr Inhaftierte ...
Angesichts wieder steigender Gefangenenzahlen steuert der deutsche Strafvollzug auf einen historischen Engpass bei den Kapazitäten zu. Nach einer exklusiven Auswertung der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) gibt es in den deutschen Gefängnissen so wenige Haftplätze wie seit sieben Jahre
Steinbrück kritisiert Sozialleistungen für "wohlhabenden Mittelstand" / Ex-Finanzminister hält Mütterrente und Elterngeld für problematisch - Sozialstaat müsse sich auf Bedürftige kon ...
Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) sieht bei steuerfinanzierten Sozialleistungen "eine Komplexität erreicht, die das hohe Kulturgut des Sozialstaates gefährdet". Das sagte er im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). "Manche Maßnahmen
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Terrorabwehrzentrum ...
Achtung, nicht verzetteln! Was für ein holpriger Start: Sechs Länder verweigern vorerst die Teilnahme am neuen Terrorabwehrzentrum, die Linke erwägt gar eine Verfassungsklage - das hatte sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sicher anders vorgestellt. Umso erstaunlicher, dass er s
Lausitzer Rundschau: Viele offene Fragen Zur Polizei-Fahndung im Netz ...
Die Fahndung auf Facebook, die bereits einige Bundesländer testen, ist eine Gratwanderung. Plakate lassen sich leicht wieder abhängen, der Zugriff auf Daten im Netz lässt sich dagegen so gut wie gar nicht beschränken. Das ist das Problem. Nicht so sehr, wenn es um die Suche nach Vermissten g
General-Anzeiger: Nahles: Steinbrück redet nicht auf Marktplatz-Bühnen ...
Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wird nach Darstellung von SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles im kommenden Bundestagswahlkampf keine Reden auf Marktplatz-Bühnen halten. "Wir wollen die Marktplatz-Veranstaltungen revolutionieren", erklärte Nahles am Donnerstagabend bei einem
WAZ: Ein Urteil mit Signalwirkung - Kommentar von Sven Frohwein ...
Jeder kennt diese Schilder am Baustellenzaun: "Eltern haften für ihre Kinder." Grundsätzlich stimmt das, ist aber immer dann Quatsch, wenn Erziehungsberechtigte ihrer Aufsichtspflicht genügend nachkommen. Eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung kann niemand wollen. Und es hat einen Grund,




